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Pfarrverband Gedenkt Heiligem

Martinslegende zieht Kinder in den Bann

Fürstenfeldbruck – Die an einem Bettler praktizierte Nächstenliebe des Heiligen Martin von Tours war auch heuer wieder Anlass für viele Kinder, mit ihren Laternen durch die Straßen der Kreisstadt zu ziehen. Die vom Pfarrverband Fürstenfeldbruck organisierte Feier ist heuer größer ausgefallen. Denn St. Martin soll vor genau 1700 Jahren geboren worden sein.

 Mehrere hundert Kinder mit ihren Eltern hatten sich bei frostigen Temperaturen vor der Klosterkirche eingefunden, um einem besonderen Spektakel beizuwohnen. Denn aufgrund des besonderen Jahres hatte der Pfarrverband ein größeres Martinsspiel auf die Beine gestellt.

Der Heilige, der von Kathrin Roida verkörpert wurde, ritt auf seinem prächtigen Pferd in den abgesperrten und vom Licht zweier großer Feuerschalen erhellten Platz vor der Klosterkirche hinein. Dort drehte St. Martin erst ein paar Runden, damit auch wirklich alle Kinder ihn und sein Pferd begutachten konnten. Danach stieg der Heilige vor den staunenden Mädchen und Buben von seinem Ross herab und näherte sich einem Bettler, den er begrüßte. In die Rolle des Bettlers war Eugen Heilmann geschlüpft.

Warum er denn so fürchterlich friere, fragte der Reiter schließlich den armen Mann. Bei den Temperaturen konnten diese Frage wohl auch viele der Zuschauer nachvollziehen. Der Bettler antwortete jedenfalls, dass es bitterkalt sei und er nichts zum Anziehen habe. St. Martin, der sonst nichts bei sich hatte als seinen roten Soldatenmantel, ergriff daraufhin sein Schwert und teilte den Mantel in zwei Hälften.

Kaum war die gute Tat vollbracht, stieg der Reiter wieder auf sein Pferd – und die Kinderschar durfte dem Heiligen, laut Martinslieder singend und die bunten Laternen schwingend, folgen. Wer genug vom Laternenumzug hatte, wärmte sich bei den aufgestellten Feuerschalen und ließ sich Würstl, einen Punsch oder einen Glühwein schmecken.

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