1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Fürstenfeldbruck

Steigende Corona-Zahlen: Martinszüge abgesagt oder abgespeckt

Erstellt:

Von: Klaus Greif, Thomas Benedikt, Kathrin Böhmer, Eva Strauß

Kommentare

Die Martinsumzüge stehen heuer ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. symbolFoto: dpa
Die Martinsumzüge stehen heuer ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. © Beispielfoto: dpa

Die Zeit der Martins-Umzüge ist gekommen. Doch die stark ansteigenden Corona-Zahlen sorgen in Kindergärten und Pfarreien sowie im Bauernhofmuseum für große Unsicherheit. Erste Umzüge wurden bereits abgesagt. Andere sollen in abgespeckter Form stattfinden.

Fürstenfeldbruck - Der Kindergarten St. Bernhard in Fürstenfeldbruck hat nach langen Überlegungen seinen zusammen mit der Stadtkapelle geplanten Martinszug abgesagt. Die Hürden für die Durchführung seien einfach zu hoch, sagt Friedrich Deschauer von der Pfarrei. Zwischenzeitlich hatte der Kindergarten überlegt, für alle Teilnehmer über sechs Jahren eine Maskenpflicht einzuführen. Mit der Absage ist das hinfällig.

Türkenfeld

In Türkenfeld wird es am Donnerstag einen St. Martins-Umzug geben, allerdings in abgespeckter Form. Grund ist nicht nur das aktuelle Infektionsgeschehen, sondern auch die Tatsache, dass es in den Kinderbetreuungseinrichtungen Corona-Fälle gibt – sowohl bei Kindern als auch beim Personal. „Ich wollte aber nicht alles per se von der Kante wischen“, sagt Bürgermeister Emanuel Staffler. Herausgekommen sei eine Kompromisslösung. Der Ritt beginnt um 17.30 Uhr auf dem Schulhof. Nach einer ökumenischen Andacht setzt sich der Laternenzug in Bewegung. Auch ein kleines Martinspiel ist geplant. Das gesellige Beisammensein mit Lagerfeuer und Glühwein entfällt aber. „Ich bin gespannt, wie viele letztendlich kommen werden“, so Staffler. Er habe wahrgenommen, dass sich viele mittlerweile wieder in Zurückhaltung üben.

Germering

Die Kindergärten der katholischen Stadtkirche Germering wollen nach einem Jahr Pause wieder Martinsfeste durchführen. Ob dies wie geplant gemacht wird, ist nicht völlig klar. Der Kindertagesstätten-Verbund der Stadtkirche, in dem alle Fäden zusammenlaufen, hat bisher nur die Mitteilung bekommen, dass das Kinderhaus St. Nikolaus für die erwachsenen Teilnehmer die 2G-Regel eingeführt hat. Die Stadtkirche geht aber davon aus, dass alle geplanten Feiern durchgeführt werden können,weil sie ja im Freien stattfinden.

Die einzelnen Pfarreien der Stadtkirche haben ihrerseits jeweils für Samstag Martinszüge vorgesehen. Ob es dabei bleibt, wissen die Pfarreien aber noch nicht. Falls ja, dann sehen die Zeitpläne so aus: In Don Bosco und St. Jakob beginnen die Umzüge mit einem Gottesdienst um 17 Uhr. In St. Martin treffen sich die Teilnehmer um 17 Uhr an der Mariensäule und ziehen dann zur Kirche. St. Cäcilia startet den Umzug um 16.30 Uhr im Pfarrgarten.

Jexhof

Auch am Bauernhofmuseum Jexhof bei Schöngeising findet das Martinsfest statt. Als Freiluftveranstaltung falle es nicht unter 2- oder 3 G-Regeln, erklärt Museumsleiter Reinhard Jakob. „Wir empfehlen allerdings dort, wo der Abstand von eineinhalb Metern im Innenhof nicht eingehalten werden kann, das Tragen wenigstens einer medizinischen Maske.“ In den Räumen der Gastronomie sei allerdings die Regel 3G-plus vorgeschrieben.

In Olching wird noch geprüft, ob die Laternenumzüge stattfinden können. „Aber wir sind schon zuversichtlich“, sagt Rathaus-Sprecherin Martina Sohn. Seit jeher laden etwa die acht städtischen Kitas zu eigenen Veranstaltungen ein, es gibt keinen Sammelumzug. Also ist alles in kleineren Dimensionen und coronabedingt ausschließlich an der frischen Luft.  gar/ben/kg/es

Auch interessant

Kommentare