So sieht das Masernvirus unter dem Elektronenmikroskop aus.

Behörde muss einschreiten

Masern-Alarm im Montessori-Haus: Viele Kinder müssen daheim bleiben

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Im Montessori-Kinder-Haus treten Masern auf. Ein Kind ist bereits erkrankt, ein anderes gilt als Verdachtsfall. Eine weitere Verbreitung scheint wahrscheinlich. Die Behörden sind alarmiert.

Fürstenfeldbruck - Zwischen den beiden Fällen gebe es wohl einen Zusammenhang, sagte ein Sprecher des Kreis-Gesundheitsamts auf Nachfrage. Die Behörde ist in den Fall involviert, weil Masern der Meldepflicht unterliegen. Bei ersten Überprüfungen in der Einrichtung habe sich herausgestellt, dass etliche der insgesamt 100 Kinder nicht geimpft seien. Allerdings seien noch weitere Nachfragen/Recherchen notwendig.

Was aber nun hat der Masern-Fall für Folgen? Kinder, die bereits zweimal geimpft wurden, dürfen die Einrichtung weiter besuchen, erklärt der Sprecher. Kinder, die nur die erste Impfung absolviert haben, müssen die zweite nachholen, bevor sie wieder ins Kinderhaus dürfen. Wer gar nicht geimpft wurde, darf das Kinderhaus bis auf weiteres nicht mehr besuchen. Diese Maßnahme werde etwa zwei Wochen andauern, so der Sprecher.

Ihm ist klar, dass das viele Eltern vor ein Betreuungsproblem stellen wird. Dem Amt bleibe aber kein Ermessensspielraum. Der Sprecher des Gesundheitsamts rechnet aus Erfahrung mit einer Reihe weiterer Erkrankungen, auch wenn die Mutter des erkrankten Kindes gut reagiert habe. Das Amt habe sogar versucht, private Kontakte zu ermitteln. Das sei aber nie zu 100 Prozent möglich. Besonders schlimm wäre es, wenn es ein Kind erwischen würde, das aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden durfte.

Vor einigen Jahren habe es schon mal Masern im Kreis gegeben. Der Fall jetzt werde sich wohl einige Wochen hinziehen. Bei Masern – auch nichtgeimpfte Erwachsene, die die Krankheit nie hatten, können sich anstecken – haben Kinder in der Regel eine Woche Fieber. Es bestehe aber das Risiko von Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und im schlimmsten, freilich sehr seltenen Fall, das Risiko, dass die Krankheit Monate bis Jahre nach ihrem Auftreten das Gehirn befallen könne. (st)

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