Hügel als Zeichen einer wichtigen unterirdischen und ökologischen Tätigkeit: Der Maulwurf lockert den Boden auf.
+
Hügel als Zeichen einer wichtigen unterirdischen und ökologischen Tätigkeit: Der Maulwurf lockert den Boden auf.

Landkreis FFB

Maulwürfe als wichtige Helfer

Jetzt, im Frühling, sieht man sie wieder auf vielen Wiesen und Weiden: Maulwurfshügel. Dort fühlen sich die Tiere wohl, hier finden sie gute Böden, viel zu fressen und meist auch Ruhe. Doch viele Gartenbesitzer stören sich an den Haufen. Deshalb erklärt der Bund Naturschutz (BN), warum der Maulwurf so wichtig und geschützt ist.

Die Hügel sind Zeichen einer wichtigen unterirdischen und ökologischen Tätigkeit. Der Maulwurf lockert die Erde, sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens und frisst ausschließlich tierische Kost – um die Wurzeln der Pflanzen muss dem Gartenbesitzer also nicht bange sein. Regenwürmer, Engerlinge und andere Käferlarven sowie Schnecken lokalisiert der Maulwurf mit Hilfe des Gehörs und seiner Rüsselnase. „Die Tiere benötigen eine tägliche Nahrungsmenge, die etwa 85 Prozent ihres Körpergewichtes entspricht“, so BN-Kreischefin Eugenie Scherb.

Und das tun die geschützten Tiere für die Natur: Sie vertilgen Pflanzenschädlinge, lockern und durchlüften den Boden – davon profitieren andere Arten, der Boden kann mehr Regenwasser aufnehmen. Der BN fordert daher auch Landwirte auf, die Hügel zu belassen statt Wiesen zu walzen – das schade der Natur. Zudem weist der BN darauf hin, dass Maulwürfe laut Bundesnaturschutzgesetz nicht gefangen, verletzt und getötet werden dürfen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare