Der Landkreis will auch beim Bauen ökologischer werden.
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Der Landkreis will auch beim Bauen ökologischer werden.

Landkreis FFB

Mehr Recycling am Bau

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Der Landkreis Fürstenfeldbruck will bei künftigen Bauvorhaben auf Recycling-Baustoffe setzen. Ob dabei auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle spielen soll, darüber entbrannte eine Diskussion im Energie-, Umwelt- und Planungsausschuss (EUPA).

Landkreis – Jakob Drexler (UBV) hatte sich mit seinem Antrag für recycelte Baustoffe stark gemacht. Der Landkreis Fürstefeldbruck hat nach seinen Angaben mehr als 1000 Kubikmeter Recycling-Baustoffe auf der Bauschuttdeponie Jesenwang lagern. Der größte Teil sei hochwertiger Recycling-Beton, der als Unterbau und teilweise auch für die Frischbetonherstellung verwendet werden könne.

Deponie könnte entlastet werden

Dadurch könnten die knappen Deponiekapazitäten entlastet und auch der Kiesabbau in der Region zeitlich gestreckt sowie die Eingriffe in die Natur verringert werden. Johann Wörle (CSU) begrüßte diese Überlegungen, will die Vorgaben aber nur bei Projekten umsetzen, bei denen es wirtschaftlich auch vertretbar ist. Jan Halbauer (Grüne) sieht als notwendiges Ziel aber eine 100-prozentige Kreislaufwirtschaft, wobei man dazu nicht auf die Wirtschaftlichkeit schauen dürfe.

Norbert Seidl, SPD-Kreisrat und Bürgermeister in Puchheim, verwies auf den Antrag, wonach den Recycling-Baustoffen zunächst bei Planung und Ausschreibung der Vorzug gegeben werden soll. Bei der Vergabe könne man die Wirtschaftlichkeit noch betrachten. Johann Wörles Ergänzungsantrag wurde von den EUPA-Mitgliedern mehrheitlich abgelehnt, Jakob Drexlers Antrag anschließend einstimmig angenommen.  ad

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