Allein 43,9 Prozent wollen aufs Gymnasium

Mehr Übertritte in weiterführende Schulen

Fürstenfeldbruck – Zwar sind heuer wieder mehr Schüler als im vergangenen Jahr auf die Realschulen und Gymnasien des Landkreises übergetreten. Doch die Gesamtzahl der Schüler an den weiterführenden Schulen sinkt. Ein Widerspruch? Nur scheinbar.

Statistiken wurden jetzt im Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport des Landkreises vorgelegt. Demnach sind die Anmeldungen für Realschulen und Gymnasien von 1499 auf 1535 gestiegen. Die Gesamtschülerzahl ging dagegen von 11 518 auf 11 366 zurück. Grund für diese zunächst etwas widersprüchlich erscheinenden Zahlen sind die hohen Übertrittszahlen der Jahre 2007 bis 2011. Die haben zur Folge, dass derzeit mehr Schüler ihren Abschluss machen, als Buben und Mädchen aus der Grundschule nachrücken.

In den Rekordjahren wechselte mehr als die Hälfte aller Grundschüler ans Gymnasium. Heuer hat sich die Quote bei 43,9 Prozent eingependelt und liegt damit noch einmal leicht unter dem Vorjahreswert von 45,2 Prozent. Auch die Übertrittsquote an die Realschulen ist mit 27,9 Prozent gegenüber 29,7 Prozent im Jahr 2015 leicht rückläufig.

Die Situation an den einzelnen Schulen: An derFerdinand-von-Miller-Realschule in Bruck gibt es zwölf Fünftklässler mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl ist zwar von 1085 auf 1081 gesunken, aufgrund der Auslastung mit 41 Klassen ist dennoch weiterhin eine Unterbringung im AOK-Pavillon nötig. An der Orlando-di-Lasso-Realschule in Maisach reduzierte sich die Eingangsschülerzahl von 144 auf 139. Die Gesamtzahl fiel von 1006 auf 947 Schüler. Auch in Unterpfaffenhofen ging die Zahl der Übertritte auf die Realschule von 118 auf 114 leicht zurück. Die Gesamtschülerzahl blieb mit 893 gegenüber 894 in 2015 nahezu konstant. An der Realschule Puchheim wurden fünf Schüler mehr als im Vorjahr begrüßt. Als einzige Realschule des Landkreises weist Puchheim eine wachsende Gesamtzahl von 879 auf 895 Schüler aus.

Auf das Graf-Rasso-Gymnasium in Bruck sind 34 Schüler mehr als im Vorjahr gewechselt. Dennoch reduziert sich die Gesamtzahl der Schüler von 966 auf 930. Mit 65 Fünftklässlern weniger als im Vorjahr begann das Schuljahr am Brucker Viscardi-Gymnasium. Die Gesamtzahl der Schüler geht von 1244 auf 1185 zurück. Dort herrschende Raumprobleme entspannen sich dadurch ein wenig.

In Olching entschieden sich 55 Schüler mehr als im Vorjahr für das Gymnasium. Insgesamt werden dort mit 990 Schülern acht weniger als 2015 unterrichtet. Außerdem befindet sich in einem Klassenzimmercontainer am Gymnasium eine Außenstelle der Brucker Berufsschule, an der 37 berufsschulpflichtige Flüchtlinge unterrichtet werden.

Konstant hoch ist die Zahl der Gymnasiasten in Puchheim: Dort gibt es acht Eingangsschüler mehr. Die Gesamtzahl ist lediglich um fünf auf 1026 Schüler gesunken. Die Zahl der Neuanmeldungen am Max-Born-Gymnasium in Germering ist von 156 auf 138 gefallen. 1110 Schüler besuchen das Gymnasium – zwei mehr als im Vorjahr. Auch hier werden in Containern 35 Flüchtlinge an einer Außenstelle der Berufsschule unterrichtet.

Am Carl-Spitzweg-Gymnasium in Germering wurden sieben Schüler mehr als im Vorjahr eingeschult. Die Gesamtzahl stieg ebenfalls von 1189 auf 1212 Schüler. Mit 137 Schülern sind sieben weniger ans Gröbenzeller Gymnasium gewechselt, als noch 2015. Die Gesamtzahl beläuft sich hier auf 1096. Im Vorjahr waren es noch 23 Schüler mehr. (ad)

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