Nach einem schweren Verkehrsunfall musste eine Person mit hydraulischem Gerät aus diesem LKW befreit werden. Derzeit ist die A8 in Fahrtrichtung München ab der AS Dachau/FFB voll gesperrt.
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Nach einem schweren Verkehrsunfall musste eine Person mit hydraulischem Gerät aus diesem Lkw befreit werden. Neben der FFW Geiselbullach im Einsatz waren die Feuerwehren aus Graßlfing, Gröbenzell, Feldgeding, Sulzemoos und Odelzhausen und das THW.

Bericht der Autobahnpolizei

Mehrere Unfälle rund um Fürstenfeldbruck - Lkw kracht in Mittel-Leitplanke

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Rund um Fürstenfeldbruck ist es zu zahlreichen Unfällen und damit zu erheblichen Stauungen und Sperren gekommen.

Fürstefeldbruck - Obwohl die winterlichen Straßenverhältnisse schon seit Tagen bestehen, war sogar noch ein Autofahrer aus dem Raum Aichach mit Sommerreifen unterwegs, als er bei Adelzhausen in die Leitplanke schleuderte. Innerhalb 24 Stunden nahmen die Streifen der Verkehrspolizei FFB insgesamt 17 Unfälle mit zusammen acht Leicht- und einem Schwerverletzten auf. Besonders betroffen war die A 8 zwischen Odelzhausen und Sulzemoos, wo sich am Sonntag vier Unfälle ereigneten und dann noch ein Folgeunfall im Stau. Gegen 9.30 Uhr etwa wollte die Fahrerin eines Kia-Geländewagens aus Augsburg den Fahrstreifen wechseln, verlor aber auf dem Schneematsch zwischen den Spuren den Fahrbahnkontakt und begann zu schleudern. Ein Seat-Fahrer aus Aichach konnte ihr nicht ausweichen und stieß gegen den Kia. Beide wurden leicht verletzt in Krankenhäuser eingeliefert.

In die Böschung gedreht

Gut eine Stunde später hatte es vor der Ausfahrt Odelzhausen Richtung Stuttgart einen Peugeot-Pkw in die Böschung gedreht. Ein hilfsbereiter Lkw-Fahrer hielt auf dem Seitenstreifen an. Der Fahrer eines nachfolgenden Reisebusses wechselte daraufhin den Fahrstreifen nach links, beachtete dabei aber nicht einen dort ankommenden Mercedes, der ebenfalls nach links auswich und von einem weiteren Daimler auf der linken Spur gerammt wurde. Ein dahinter ankommender BMW-Fahrer aus Starnberg bremste, um nicht gegen die verunfallten Autos zu stoßen und schleuderte rechts in die Böschung, wo er stecken blieb, wie die Polizei berichtet. Verletzt wurde hier niemand. Der Reisebus hielt zwar zunächst an, fuhr dann aber weiter, ohne dass jemand sich die Daten notiert hatte. Für mehr als eine Stunde stand nur eine Spur Richtung Stuttgart zur Verfügung.

Vollsperrung der A8

Zu einer Vollsperrung der A 8 Richtung München und A 99 Richtung Salzburg führte dann kurz vor Mitternacht ein Unfall mit einem Sattelzug am Dreieck Eschenried. Ein Volvo-Laster mit Kühlauflieger aus dem Raum Sigmaringen krachte in den Fahrbahnteiler der A 8 auf die Eschenrieder Spange und stand dann mit total beschädigter Zugmaschine quer auf der Fahrbahn.

Die umliegenden Feuerwehren richteten eine Ausleitung an der AS Dachau/Fürstenfeldbruck ein. Der Fahrer des Sattelzuges konnte schwer verletzt aus dem Fahrerhaus geborgen und in eine Münchner Klinik gebracht werden. Lebensgefahr besteht nicht. Zur Bergung war die Richtungsfahrbahn München bis in die frühen Morgenstunden gesperrt.

Am Fahrzeug liefen größere Mengen an Betriebsstoffen aus. Rund. 300 Liter Dieselkraftstoff konnte durch die Feuerwehr noch aus den Tanks des Fahrzeugs gepumpt und aufgefangen werden. Die Kollegen des technischen Hilfswerks Fürstenfeldbruck trugen im weiteren Verlauf des Einsatzes mit Öl verunreinigtes Erdreich ab und unterstützen beim Ausleuchten und Bergen an der Einsatzstelle, wie die Feuerwehr Geiselbullach berichtet. Gegen 5 Uhr heute Morgen, pünktlich zum Ende der Ausgangssperre, konnte die Autobahn in Richtung München wieder für den Verkehr freigegeben werden. Aufgrund der langen Einsatzdauer und der kalten Witterung waren Kräfte des Betreuungszuges des Malteser Hilfsdienstes FFB vor Ort und versorgten die Einsatzkräfte mit Heißgetränken, was dankend angenommen wurde. 

Auf der A99

Auch auf der A 99 im Bereich Germering und der A 96 bei Gilching ereigneten sich Unfälle, jedoch nur mit Blechschäden und ohne große Behinderungen.

Insgesamt wurden neun Personen in Krankenhäuser eingeliefert. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mehr als 180 000 Euro.

Für Erheiterung sorgten die beiden Insassen eines am Autobahnende in Sendling verunfallten Pkw, die sich -beide alkoholisiert-, auf dem Beifahrersitz drängelten, als die Polizei eintraf. Nach beiden Blutproben wird nun per Gutachten geklärt, wer Fahrer zur Unfallzeit war.

Zu allem Überfluss sorgten noch Lkw-Fahrer, die mit Schneehaufen auf dem Dach die Höhenkontrollen an den Tunnels im Dienstbereich auslösten, für Behinderungen. Auf die Verpflichtung zum Reinigen der Fahrzeuge von Schnee und Eis wird deshalb nochmals hingewiesen.

Bei Grafrath

Am Sonntag kam es auf der Kreisstraße zwischen Grafrath und Moorenweis außerdem zu einem Verkehrsunfall mit einem Sachschaden von 8000 Euro. Ein 48-jähriger Grafrather wollte mit seinem Skoda die Kreisstraße, von Kottgeisering kommend, in Richtung Jesenwang überqueren und übersah dabei einen von links kommenden und vorfahrtsberechtigten Pkw eines 35-jährige Mannes aus Ried (Lkrs. Aichach-Friedberg). Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision beider Fahrzeuge.

Ins Schleudern gekommen

Die winterglatten Straßenverhältnisse wurden am Sonntag um 16.15 Uhr einem 41-jährigen Pkw-Fahrer auf der B 471 zum Verhängnis. Der BMW-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf am Inn wollte ursprünglich die B 471 an der Ausfahrt Fürstenfeldbruck-West verlassen, kam aber beim Abbremsen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern. Er verlor die Kontrolle über seinen Pkw und rutschte über die Gegenfahrbahn hinweg auf den Beschleunigungsstreifen der Auffahrtsspur Richtung Dachau. Dort stieß er mit einem Pkw eines 52-jährigen Fürstenfeldbrucker zusammen, der gerade auf die Bundesstraße auffahren wollte. Glücklicherweise blieb es bei einem Blechschaden, der sich auf 8000 Euro beläuft.

Ansonsten kamen die Pkw-Fahrer gut mit den winterlichen Straßenverhältnissen zu Recht. Der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck wurden über das Wochenende keine weiteren Glätteunfälle gemeldet.

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