+
Filialleiter Jürgen Kostakis sperrt im Germeringer Expert Technomarkt Bereiche mit Fernsehern ab. 

Lockerung der Corona-Regeln

Mit Laser und Bauzaun: Wie die Geschäfte jetzt schrumpfen

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
    schließen

Dass er einmal ein Geburtstagsgeschenk von Markus Söder bekommen würde, hätte sich Uli Feicht nicht träumen lassen - und dann noch so ein schönes.

Fürstenfeldbruck –  Der Inhaber des gleichnamigen Möbelhauses in Maisach feierte gerade seinen 45., als der Landesvater verkündete, dass auch Geschäfte über 800 Quadratmeter öffnen dürfen, wenn sie ihr Geschäft entsprechend verkleinern. Mit der Party war es dann am Montag schnell vorbei. Das Geburtstagskind und sein Team begannen umgehend damit, das Möbelhaus fit zu machen für die Wiedereröffnung. Die Bereiche für Jugendmöbel, Badeinrichtung oder Schlafzimmer wurden abgesperrt. Das Geschäft konzentriert sich jetzt auf sein Küchenstudio sowie die Bereiche Wohnen und Essen. „Wir haben uns auf die Wiedereröffnung vorbereitet“, sagt der 45-Jährige. Dazu gehört auch ein Hygienekonzept mit Desinfektionsmitteln und Masken für die Kunden.

+++
FFB-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Fürstenfeldbruck-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Fürstenfeldbruck – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.
+++

Und der Expert?

Auch die Expert Technomärkte legten sofort nach der Ankündigung los. Drei davon gibt es im Landkreis. Die Filiale in Fürstenfeldbruck öffnete am Mittwoch, Germering und Olching folgen heute. Noch in der Nacht auf Dienstag begannen die Filialleiter damit, ihre Märkte fit zu machen für die Wiedereröffnung, berichtet Sprecherin Stephanie Melzl. In einigen Filialen trennen jetzt Bauzäune die abgesperrten Bereiche ab. In Germering war das nicht nötig. Der Markt musste nur 186 Quadratmeter abriegeln. Marktleiter Jürgen Kostakis machte aus der Not eine Tugend. Abgesperrt wird bei ihm mit Ware. Damit sich nicht zu viele Kunden auf einmal im Laden tummeln, gibt es für jeden eine nummerierte Einlasskarte, die später wieder abgegeben werden muss. „So haben wir immer einen Überblick“, sagt Melzl.

Das Möbelhaus

Ganze Geschosse gesperrt haben die Möbelhäuser Keser in Mammendorf und Olching, erklärt Inhaber Andreas Keser. Er und sein Team seien gut vorbereitet gewesen. „Wir hatten so eine Vorahnung“, sagt der Geschäftsführer. Das Ausmessen für die richtige Quadratmeter-Zahl auf den noch offenen Etagen sei kein Problem gewesen. Dafür habe man ein Laser-Gerät, das auch bei der Herstellung der Küchen zum Einsatz kommt.

Im Modehaus

Einfacher hatten es Ganimete Halimi und Frank Röhner. Die Geschäftsführer des Bekleidungsgeschäfts Fuchsweber in Fürstenfeldbruck haben auch ihr Obergeschoss dichtgemacht. Das untere bleibt geöffnet. So kommen sie ziemlich genau auf die erlaubten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und können ihr Geschäft heute wieder öffnen. Das Duo ist zwar überzeugt, mit zwei Etagen die Abstandsregeln noch besser einhalten zu können. „Aber es ist nun mal, wie es ist. Jetzt freuen wir uns auf die Kunden“, sagt Frank Röhner.  tog

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare