Beispielfoto: Kleiner Wertstoffhof in Maisach

Gegen die Stimmen der Grünen und der UBV

Müllsystem: Abfallbetrieb darf Kunden-Umfrage starten

Der Abfallwirtschaftsbetrieb darf seine Kunden über deren Zufriedenheit mit seinen Leistungen und Angeboten befragen. Das entschied der Kreistag mit 49 zu 14 Stimmen.

Fürstenfeldbruck – Eigens über die Umfrage abgestimmt wurde im Kreistag auf Antrag von Ingrid Jaschke (Grüne). Sie hielt eine „Gesinnungsschnüffelei am Telefon“ für nicht besonders sinnvoll. Peter Falk (SPD) hielt entgegen, dass eine Umfrage über Müllentsorgung kaum Schnüffelei sei. Der Wunsch der Werkleitung, die Bedürfnisse zu Kunden zu erfragen, sei verständlich.

Eine Befragung sei nur sinnvoll, wenn die Bürger über Alternativen informiert worden wären, meinte dagegen der unermüdliche Pro-Biotonne-Kämpfer Jakob Drexler (UBV). Das sei aber nicht der Fall.

Angesichts Drexlers erneuter Forderung nach der braunen Tonne (mehrfach abgelehnt, wobei Untersuchungen zur Zusammensetzung des Restmülls geplant sind) platzte Brucks früherem OB Sepp Kellerer (CSU) fast der Kragen. „Seit vier Jahren hören wir uns das mit dem Biomüll an. Ich würde ihm ja gerne Recht geben, wenn er nur Recht hätte.“ AWB-Chefin Sabine Schulz-Hammerl führte an, dass eine Befragung nichts ungewöhnliches und auch in anderen Kreisen schon durchgeführt worden sei.

Ein Institut biete standardisierte Fragebögen mit der Möglichkeit der Erweiterung um lokale Themen. Es sei sinnvoll, die Bürger auch dahin gehend zu befragen, ob sie zufrieden sind mit dem, was auf sie zukommen könnte. „Ich bin sehr gespannt. Gerade bei der Biotonne“, kommentierte Landrat Karmasin. Grüne und UBV stimmten gegen die Umfrage.  st

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