Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr ist derzeit wieder Präsenzunterricht erlaubt.
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Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr ist derzeit wieder Präsenzunterricht erlaubt.

Fürstenfeldbruck

Musikunterricht in der Gruppe und am Telefon

Die Pandemie hat den Landkreis weiter fest im Griff. Trotzdem können die Schüler der Kreismusikschule mit Freude musizieren – dank einer ausgefeilten Organisation, viel Platz in den Unterrichtsräumen und Lehrern mit einem ausgezeichneten Gehör.

Fürstenfeldbruck – Es sei ein nahezu problemloser Start ins neue Schuljahr gelungen, sagt Musikschul-Leiter Dirk Olbrich – trotz aller Corona-Widrigkeiten. Sowohl Lehrer als auch Schüler konnten pünktlich zum Schuljahresanfang mit dem Musik-Präsenzunterricht beginnen. Dafür gab es im Lehrer-Kollegium sogar Verstärkung. Fünf neue Lehrkräfte für die Fächer Kinderchor, musikalische Früherziehung, Musikwichtel, Kontrabass, Klavier sowie Posaune sind zur Kreismusikschule gestoßen. Die Folge: In den Mitgliedskommunen können künftig mehr Stunden angeboten werden – alles selbstverständlich unter strengen Corona-Regeln.

Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen für den Musikunterricht der Kreismusikschule wurden entsprechend angepasst. Zwischen Lehrkräften und Schülern ist ein Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten. Bei Blasinstrumenten- und Gesangsunterricht beläuft sich der Abstand auf mindestens zwei Meter, da dort keine Maskenpflicht gilt.

„Wir halten lieber mehr Abstand ein als nur den Mindestabstand“, sagt Dirk Olbrich. Die Klassen werden zwar nicht verkleinert, trotzdem wird darauf geachtet, größere Schülergruppen nicht zu mischen.

Der Mund-Nasen-Schutz muss auf dem Weg zum und vom Unterricht getragen werden. Während der Musik-Stunde ist eine Maske nicht notwendig, sofern die Lehrkraft nicht darauf besteht. Bevor der Unterricht beginnt, muss jeder seine Hände waschen, Kinder mit Erkältungssymptomen dürfen nicht teilnehmen. Von der Musikschule gestellte Instrumente werden regelmäßig gereinigt, und die Klassenzimmer müssen gelüftet werden. Glücklicherweise müsse man die Schüler nicht ständig an die Hygienemaßnahmen erinnern, da sie das Konzept bereits von der Schule gewöhnt seien, so Olbrich.

Volle Konzentration

Trotz des möglichen Präsenzunterrichts wird hin und wieder auch Online-Unterricht abgehalten, selbst wenn manche Lehrkräfte der Musikschule kein Tablet oder Smartphone besitzen. Die greifen dann einfach zu ihrem Festnetz-Telefon. Dann heißt es Nummer wählen und Ohren spitzen. Nun kann der Schüler dem Lehrer seine jeweilige Aufgabe vorspielen. Dabei ist volle Konzentration gefragt, damit der Lehrer das Vorspiel kontrollieren und mit persönlichem Feedback reagieren kann. „Man muss sich eben auf sein Gehör verlassen“, meint Olbrich. Vereinzelt sind schon Schüler abgesprungen. Ihre Eltern hätten den Fernunterricht als nicht effektiv genug empfunden. Allerdings sei die Abmeldesituation trotzdem niedriger als vergangenes Jahr, so Olbrich.

Auch die Veranstaltungen sind derzeit nicht mehr so einfach umzusetzen. Je nachdem werden die Konzerte entweder live auf dem musikschuleigenen Youtube-Kanal gestreamt oder sie fallen komplett aus. „Ich denke da momentan eher pessimistisch, aber wenigstens sind wir derzeit nicht vom Teillockdown betroffen“, berichtet Dirk Olbrich erleichtert. (Lena Stratz)

Anmeldungen

für den Musikunterricht an der Kreismusikschule Fürstenfeldbruck werden ganzjährig online unter www.kms-ffb.de entgegengenommen.

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