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Im Schweiße ihres Angesichts haben über 30 Helfer am 1. Mai das blau-weiß gestreifte Traditionsstangerl in die Höhe gestemmt. Nach knapp zwei Stunden Muskelarbeit stand der 30-Meter-Koloss am Eingang zum Volksfestplatz.

Brauchtum

Muskelmänner richten Maibaum auf

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Kaum eine Tradition gehört so zu Bayern wie das Maibaumaufstellen. Für die Brucker gab es in diesem Jahr aber etwas Neues: Starke Helfer haben das Traditionsstangerl erstmals am Eingang zum Volksfestplatz in die Senkrechte gewuchtet.

FürstenfeldbruckUm 9.18 Uhr ging es los. Mehr als 30 Helfer vom Pucher Maibaumverein, der Freiwilligen Feuerwehr Bruck, den Fursty Razorbacks und der Heimatgilde richteten mit Muskelkraft und den traditionellen Schwaiberln das 30 Meter hohe Ungetüm auf. Mit jedem „Hau Ruck“ von Vorsprecher Herbert Steinbrecher spannten sich die Muskeln der Helfer an. Zentimeter für Zentimeter richteten sie den Baum näher gen Himmel. Erstmals steht der Stamm an der Ecke Julie-Mayr-/Marthabräustraße

Trotz des trüben Wetters und der niedrigen Temperaturen verfolgten zahlreiche Zuschauer das Spektakel am Volksfestplatz. Auch Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler, der neue Pfarrer der Erlöserkirche, Valentin Wendebourg, und OB Erich Raff schauten vorbei.

Volksfestreferent hievt Fürstenfeldbrucks Maibaum mit in die Höhe

Maibäume: Die besten Bilder aus Fürstenfeldbruck und Umgebung

Zum Anfeuern kam Beatrice Brandt (28) aus Bruck zum Volksfestplatz. Als Feuerwehrler lupfte ihr Freund den Maibaum mit in die Höhe. Nicht weit entfernt stand Timo Schmidt. Er schaute zum ersten Mal zu, wie der Maibaum aufgestellt wird. Er vermisse ein Rahmenprogramm und Musik, sagte der 38-jährige Brucker. „Und der Volksfestreferent wollte öfter einmal ein paar Infos geben.“

Zwar war der Himmel grau. Das hielt die Brucker jedoch nicht davon ab, die Muskelmänner bei dem Kraftakt anzufeuern.

Der war allerdings beschäftigt. Zuerst verteilte Markus Droth unter den Zuschauern Freibiermarken. Dann packte er mit an und hievte das Traditionsstangerl mit den anderen Helfern in die Höhe. Für ihn übernahm OB Erich Raff das Mikrofon und dankte den Freiwilligen, die die sieben Nächte zuvor den Stamm bewacht hatten.

Tatkräftige Unterstützung aus Frankreich und den USA

Unterstützung aus Übersee bekamen die Aufsteller von zwei US-Footballern der Razorbacks. Anstatt auf dem Spielfeld setzten sie ihre Kraft beim Lupfen ein. Auch ein Helfer aus der Partnerstadt Livry-Gargan war dabei. In das Mikrofon sagte er – ähnlich wie John F. Kennedy 1963 in West-Berlin – „heute bin ich auch ein Brucker“.

Als der blau-weiß gestreifte Riese nach fast zwei Stunden an seinem Platz in der Senkrechten stand, applaudierten die Zuschauer und die Böllerschützen salutierten. Danach stimmte das Publikum in die Bayernhymne ein. Die Brucker Stadtkapelle begleitete die Sänger musikalisch. Die meisten Besucher zog es anschließend direkt aufs Volksfest oder in den Biergarten des gerade wiedereröffneten Brauhauses Bruck.

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