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In der Kreisklinik

Nach Fingerbruch fünf Stunden in Notaufnahme

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 Fünf Stunden musste Sonja B. in der Notaufnahme im Brucker Klinikum warten. Die Allinger Handballerin hatte sich beim Bezirksliga-Heimspiel den kleinen Finger der rechten Hand gebrochen. 

Fürstenfeldbruck/Alling –„Eigentlich nicht so schlimm, aber ich wurde zu keiner Zeit darüber informiert, dass es so lange dauern könnte“, klagt B.

Ihr Vater hatte Sonja B. gegen 16.30 Uhr noch im TSV-Trikot direkt von der Halle in die Klinik gefahren. „Es war tatsächlich viel los“, erinnert sie sich. „Aber es ging nichts vorwärts.“ Nach ein paar Stunden vergeblichen Wartens („Ich fror und hatte Hunger“) fuhren Vater und Tochter wieder nach Hause. Am nächsten Morgen eilten sie ins Germeringer Ärztezentrum Germedicum. „Nach einer halben Stunde war alles vorbei, der Finger eingegipst und versorgt.“

Auch in Fürstenfeldbruck: Grippewelle hat drastische Folgen: Kreisklinik muss Betten sperren.

Nach Angaben der Brucker Klinik wurde die Sportlerin „um 18.24 Uhr ersteingeschätzt und die Verletzung als grün eingestuft“. Zur Feststellung der Dringlichkeit der Behandlung würden „speziell geschulte Kräfte nach objektiven international anerkannten Standards in fünf Stufen eingeteilt.“ Jede ist eine Farbe zugeordnet. Rot steht die sofortige Behandlung, orange ist sehr dringende, gelb dringend und grün normal. Blau bedeutet nicht dringende Behandlung. Klinik-Sprecherin Andrea Wieland bedauert den Vorfall. Sie sagt aber auch, dass an diesem Abend 75 Patienten in der Notaufnahme warteten. „Und über die Hälfte der Fälle davon wurde als dringend bis sehr dringend eingestuft.“

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