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Brucks erste Adresse für Porzellan war Pfefferl über 50 Jahre lang. Jetzt bleibt nur noch der Abverkauf des Warenbestands. Am 31. Juli ist Schluss.

Fürstenfeldbruck

Nach langem Kampf gibt das Traditionsgeschäft Pfefferl jetzt auf

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Lange kämpfte der Brucker Porzellanladen Pfefferl gegen Onlinehandel, Discounter und steigende Kosten. Jetzt schließt das Traditionsgeschäft am Fuchsbogen seine Türen.

Fürstenfeldbruck – „Geh zum Pfefferl, da bekommst du alles, was Porzellan, Glas, Keramik und Haushalt betrifft“, hieß es über 50 Jahre lang in der Kreisstadt. Das ursprünglich in der Altstadt an der Hauptstraße beheimatete Fachgeschäft war schlechthin die Institution was den Kauf von hochwertigem Geschirr, Gläsern und Haushaltsartikeln anbelangte. Doch die Situation wurde für die Betreiber zunehmend schwieriger. Am 31. Juli ist nun Schluss. Dann schließt die Brucker Filiale des Traditionsgeschäftes.

Richtig rund lief es bei Pfefferl schon länger nicht mehr

Richtig rund lief es schon länger nicht mehr. Bereits vor zehn Jahren gab Geschäftsinhaber Rainer Merklinghaus den Laden in der Innenstadt auf und unternahm am Fuchsbogen im Brucker Westen einen neuen Anlauf. Die Infrastruktur in der Innenstadt sei nicht gerade optimal, hatte Merklinghaus damals den Umzug begründet. Zudem sei die Stimmung bei den Kunden nicht besonders rosig gewesen. Schon damals hätten sie sich über unzureichende Parkmöglichkeiten vor dem Geschäft beklagt.

Parkplätze gibt es bei Pfefferl am Fuchsbogen genug

Parkplätze gibt vor dem Geschäft am Fuchsbogen genug. Aber in Zeiten des Internets werde eine Unsitte zum Problem, die sich bei den Kunden immer stärker bemerkbar mache, sagt Merklinghaus. Er bezeichnet sie als „Beratungsklau“. Viele Kaufwillige würden ein ausführliches, häufig sehr zeitintensives Informationsgespräch suchen, sich dann freundlich verabschieden und hinterher die Ware im Internet bestellen.

Dazu kommen die Mietpreise

Die Branche sei einfach nicht mehr kalkulierbar, sagt Merklinghaus. Einerseits seien da die Mietkosten sowie nicht unerhebliche Personalkosten durch die langen Öffnungszeiten und andererseits ständig schwankende Umsätze. Neben der Konkurrenz durch das Internet würden auch noch große Kaufhäuser und Discounter zu einem extremen Preiskampf beitragen.

Eigener Online-Handel

Ganz aufgeben will Rainer Merklinghaus aber noch nicht. Seine zweite Filiale in Starnberg betreibt er auch weiterhin. Und ab Herbst will er dann auch einen eigenen Online-Handel über seine Homepage starten.

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