Fürstenfeldbruck

Nach Listen-Rückzug: CSU-Stadträte wechseln zu den Freien Wählern

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Peter Glockzin und Markus Droth verlassen die CSU und schließen sich den Freien Wählern an. Der Wechsel hatte sich bereits abgezeichnet.

Fürstenfeldbruck –  Beide hatten bei der Listenaufstellung der CSU für die Kommunalwahl überraschend ihre Kandidatur zurückgezogen, obwohl sie bereits auf dem Listenvorschlag standen.

Als Grund für seinen Rückzieher nannte Volksfestreferent Droth damals, dass innerhalb der CSU eine unterschiedliche Auffassung über die gemeinsame Arbeit und den Umgang miteinander herrsche. Genauer wollte er direkt nach der Listenaufstellung nicht werden. Jetzt nennen er und Peter Glockzin weitere Hintergründe.

Die Liste der CSU

So beschuldigen sie die Brucker CSU-Spitze, dass diese nach der Wahl des Wirtschaftsbeirats Nachforschungen angestellt habe, wie einzelne Parteimitglieder abgestimmt haben. „Das Fass zum Überlaufen hat dann in den letzten Wochen die Art und Weise der Erstellung der Stadtratsliste für die kommende Kommunalwahl gebracht“, erklärt Glockzin. Sowohl er als auch Droth hatten sich bei der Erstellung der Kandidatenliste für die Kommunalwahl erhofft, dass sich strukturell etwas ändert. Stattdessen sei es aber nur zu Hinterzimmeraristokratie gekommen, kritisieren die zwei Stadträte.

Der Teamaspekt in der CSU

Bei den Freien Wählern fühlen sie sich dagegen gut aufgehoben. Man sei in Gesprächen mit anderen Fraktionen gewesen – der BBV, Glockzin auch mit der FDP – doch bei den Freien Wählern stimmte das Gesamtpaket, die Zusammenarbeit sowie der Mannschaftsgedanke.

Gerade der Teamaspekt hätte bei der CSU gefehlt. „Ich bin als Sportler gewohnt, dass ich mich in eine Mannschaft einordne“, so Droth. „Eine gute Mannschaft zeichnet sich aber dadurch aus, dass starke Einzelspieler sich in die Gemeinschaft einbringen, und jeder bereit ist, für den anderen den Ball zu erkämpfen und auch einmal von der Linie zu holen.“

Für Droth bedeutet der Parteiwechsel außerdem, dass er nicht für die CSU im Kreistag kandidieren wird. Ob er stattdessen für die Freien Wähler antritt, kann er noch nicht sagen. Er will zunächst einmal die erste Fraktionssitzung der Freien Wähler abwarten. ben

Auch interessant: Die Kommunalwahl 2020 in der Region FFB

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