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Eine S4 auf dem Weg nach Geltendorf.

Fürstenfeldbruck

Nach Petition: Ministerium muss sich mit dem Ausbau der S4 befassen

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Der Landtagsausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr hat sich am Dienstag mit der Petition der Stadt für den viergleisigen Ausbau der S 4 befasst.

Fürstenfeldbruck  Der Landtagsausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr hat sich am Dienstag mit der Petition der Stadt für den viergleisigen Ausbau der S 4 befasst. Darin fordert OB Erich Raff im Namen des Stadtrats, den Ausbau auf vier Gleisen zumindest zu planen, und nicht von vornherein nur Überlegungen für drei Gleise anzustellen. „Die geplante 3-Gleisigkeit der S 4 wird das System S-Bahn im Landkreis Fürstenfeldbruck innerhalb kurzer Zeit zum Kollabieren bringen, denn hier fährt ja nicht nur die S-Bahn, sondern auch Regional- und Fernzüge“ sagte FW-Landtagsabgeordneter Hans Friedl aus Alling. „Die gemachten Annahmen früherer Untersuchungen zur S 4 müssen überprüft werden und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden, denn in den Kommunen entlang der Strecke und in der Landeshauptstadt München ist die Bevölkerungszahl in den letzten Jahren quasi explodiert.“ Direkt abgelehnt wurde die Petition vom Ausschuss nicht. Er verwies sie an das Staatsministerium für Bauen, Wohnen und Verkehr zur weiteren Bearbeitung weiter. 

Das sagen die Grünen zur S4

Der Brucker Stadtrat Jan Halbauer (Grüne) hatte die Petition initiiert. „Die Zurücküberweisung an die Staatsregierung ist erstmal positiv, weil damit das zuständige Staatsministerium gezwungen wird, sich nochmal eingehend mit Bedarf, Kosten und anderen Gesichtspunkten der Planung auseinanderzusetzen.“, sagt er. „Sehr positiv war auch, dass nahezu alle Landtagsabgeordneten der Stellungnahme der Staatsregierung widersprachen und einen viergleisigen Ausbau als zwingend erachten.“ Betrachte man die Bevölkerungsentwicklung des Landkreises (und auch der Nachbarlandkreise) in den letzten zehn Jahren, werde man nicht drumherum kommen, das Angebot auf der S4-West deutlich aufzubessern, so Halbauer. Hinzu komme, dass der Ständerat der Schweiz bereits plane, den ab Dezember 2020 vorgesehenen Zwei-Stundentakt zwischen München und Zürich bis 2035 zu einem Stundentakt zu verdichten. Mit einem dreigleisigen Ausbau, der auch nur bis Eichenau vollzogen werden soll, erhöhe man die Kapazität auf der Strecke nur um 25 Prozent, so die Grünen.

Einschätzung des Stimmkreisabgeordneten zur S4

Auch der Stimmkreis-Abgeordnete Benjamin Miskowitsch (CSU) begrüßte das Votum aus dem Ausschuss. Damit würdige er die Petition der Stadt Fürstenfeldbruck. Der Westkopf am Pasinger Bahnhofs werde auf viergleisigen Betrieb ausgebaut, damit werde diese Engstelle beseitigt. „Jedoch sind vier Gleise bis Fürstenfeldbruck nur dann möglich, wenn Privatgrund abgetreten wird“, gibt Miskowitsch zu bedenken. Der CSU-Politiker fordert vehement einen schnellen Ausbau des Abschnittes. Für eine dreigleisige Erweiterung seien die Planungen bereits weit fortgeschritten und mit dem Planfeststellungsverfahren sei 2021 zu rechnen.

„Allerdings beziehen sich die bisherigen Planungen für einen dreigleisigen Ausbau der Strecke auf ein Gutachten von Anfang 2014“, erklärt Miskowitsch, „vor dem Hintergrund der Elektrifizierung der Strecke ab Geltendorf Richtung Lindau und der Schweiz ist wahrscheinlich, dass das Verkehrsaufkommen die bisherigen Prognosen deutlich übersteigen wird.“ Auf dem Teilstück werde dann künftig noch mehr Güterverkehr, Personenfern und -nahverkehr abgewickelt werden. Deshalb müsse auch beim Umbau des Bahnhofs Puchheim die Viergleisigkeit unbedingt berücksichtigt werden, sagt Miskowitsch. Das Bayerische Landesamt für Statistik prognostiziere zusätzlich rund 400 000 Einwohner bis zum Jahr 2035 für die Region München. „Auch deshalb muss die S 4 West dringend ausgebaut werden“, fordert Miskowitsch.

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