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Nach Tumult in Asyl-Unterkunft: CSU kritisiert Regierung

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Polizei durchsucht Ankerzentrum
Beispielfoto © dpa / Stefan Puchner

Nach dem jüngsten Tumult in der Asyl-Aufnahmeeinrichtung am Fliegerhorst übt die CSU Kritik an der Regierung von Oberbayern. Die Flüchtlinge bräuchten dringend Struktur im Tagesablauf. Sonst komme es zum Lagerkoller.

Fürstenfeldbruck – CSU-Orts- und Fraktionschef Andreas Lohde erinnert in einer Pressemitteilung an die Vereinbarung zwischen Stadt, Regierung und Landkreis. Darin heißt es: „Der Freistaat trägt im Rahmen seiner Möglichkeiten Sorge dafür, dass eine heterogene Belegung hinsichtlich Nationalität und Bleibe-Perspektive erreicht wird. Ziel ist, dass durch geeignete Betreuung, Beratung und Arbeitsgelegenheiten das Konfliktpotenzial auf ein Minimum reduziert wird.“

Die Belegung mit rund 1000 Personen sei zu hoch, so Lohde. Für die etwa 200 Kinder fehle eine passende Betreuung. Ergebnis laut Lohde: „Die Kinder werden in der Schule zunehmend verhaltensauffällig.“ Wiederholt habe man angeregt, dass in Bruck – so wie in Manching – den Bewohnern eine Tagesstruktur gegeben wird. „Bis heute ist kein Betreiber beauftragt, hier Angebote zu machen“, kritisiert er. Die Regierung baue einzig auf die Ehrenamtlichen. Lohdes Fazit: „Die Situation ist völlig unbefriedigend.“

Die Regierung scheine die Situation in Bruck nicht in den Griff zu bekommen. Dank der Intervention von Landtags-Vize Reinhold Bocklet wurden zwar die Caritas-Mitarbeiter aufgestockt, aber ein Betreiber fehle immer noch. Besonders für den anstehenden Winter müssten Sozialräume her. Und Kinder müssen ihre Hausaufgaben in ruhiger Atmosphäre erledigen können, genauso wie die Flüchtlinge, die Deutschkurse besuchen. Die CSU fordert, dass weniger Menschen untergebracht werden – bis die Probleme gelöst sind.

Ende Oktober hat OB Erich Raff einen Termin mit Regierungspräsidentin Maria Els. Und in der nächsten Stadtratssitzung soll ein Bericht von Caritas, Regierung und Polizei über die Zustände in der Einrichtung erfolgen.

Update 22. Oktober: Großeinsatz nach Tumulten in Asyl-Unterkunft

Die Polizei ist am Freitagabend zu einem Einsatz am Brucker Fliegerhorst ausgerückt. Die Beamten suchten nach Rädelsführern der Tumulte vom Dienstag. Offenbar erfolgreich.

Vor dem Ankerzentrum in Deggendorf kam es zu einer Schlägerei. Die Polizei musste eingreifen - dabei wurde auch ein Polizeibeamter verletzt.

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