Sie führen den Bund Naturschutz in Bruck an (v.l.): Ortsvorsitzender Thomas Brückner, Stellvertreterin Elisabeth Lang, Kassier Andreas Rauh, Kreisvorsitzende und Wahlleiterin Eugenie Scherb, Beisitzerin Ulrike Saatze und Stellvertreter Nico Schneider.
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Sie führen den Bund Naturschutz in Bruck an (v.l.): Ortsvorsitzender Thomas Brückner, Stellvertreterin Elisabeth Lang, Kassier Andreas Rauh, Kreisvorsitzende und Wahlleiterin Eugenie Scherb, Beisitzerin Ulrike Saatze und Stellvertreter Nico Schneider.

Fürstenfeldbruck

Nach zwei Jahren haben die Naturschützer wieder einen Chef

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Im dritten Anlauf hat es geklappt: Nachdem die Jahreshauptversammlung der Bund Naturschutz Ortsgruppe Fürstenfeldbruck-Emmering coronabedingt ausgefallen war, fand sie nun statt. Und mit Thomas Brückner haben die Naturschützer aus Bruck und Emmering auch wieder einen gewählten Ortsvorsitzenden – und viele weitere neue Gesichter in der Vorstandschaft.

Fürstenfeldbruck – Nachdem Friedrich Meyer-Stach aus gesundheitlichen Gründen rund zwei Jahre vor der Zeit zurückgetreten war, führten seine Stellvertreter Hilde Tietze-Härtl und Angelika Singer die Ortsgruppe. Beide traten nun aber nicht mehr zur Wahl an. Nun ist der bisherige Schriftführer Thomas Brückner zu ihrem Nachfolger geworden. „Er war beruflich bislang sehr eingebunden, sodass er kein höheres Amt ausüben konnte“, erklärte die BN-Kreisvorsitzende Eugenie Scherb, die die Wahl leitete. Dies sein nun nicht mehr der Fall. „Daher kann die Ortsgruppe nun einen Neustart wagen.“

Brückner erklärte, er wolle keinen kompletten Schnitt, bei dem keiner der bisherigen Führungsriege mehr antritt. Daher stelle er sich für vier Jahre für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung. „Ich hoffe, dass dann die jüngere Generation übernimmt.“ Einer aus dieser Generation ist schon jetzt im Vorstand: Der 43-jährige Nico Schneider wurde als zweiter Stellvertreter Brückners gewählt.

Das Amt der ersten Stellvertreterin übernimmt Elisabeth Lang, die aus der Bürgerinitiative gegen die Deichenstegtrasse, dem Brucker Forum und vom Jexhof bekannt ist. Als neuer Schatzmeister fungiert Andreas Rauh, als Beisitzerin die für die Grünen im Emmeringer Gemeinderat sitzende Ulrike Saatze.

Kiesabbau

Auf das neue Führungsteam wartet jede Menge Arbeit. Dass er seit einem Jahr auch im Brucker Stadtrat sitze, helfe ihm dabei sehr, sagte Brückner. So zum Beispiel auch beim Kampf gegen die Zerstörung des Rothschwaiger Forsts für ein Kiesabbaugebiet. Ziel sei es, den Kiesabbau in einen Bereich Richtung B 471 zu verlagern, wo der Forst nicht so stark betroffen ist. „Es ist ein langer Weg, zumal das Landratsamt den Abbau für die 17 Hektar große Fläche im Forst bereits genehmigt hat“, sagte Brückner. Dennoch: „Ich hoffe, dass wir es schaffen.“

Tietze-Härtl erzählte in ihrem Abschiedsbericht als kommissarische Ortsgruppen-Chefin von einem Erfolg der Ortsgruppe im Hinblick auf die Ausgleichsflächen in Fürstenfeldbruck. Diese sollen im Rathaus-Report vorgestellt werden, damit Bürger erkennen, wenn die Flächen nicht ordentlich gepflegt werden. Ausgleichsflächen sind eine ökologische Aufwertung auf bestimmten Arealen, die als Ausgleich für Bebauung in anderen Bereichen vorgenommen werden müssen. Kurz vor der Versammlung erschien der erste Bericht über eine der Flächen im Rathaus-Report. „Das war für uns ein echtes Highlight“, sagte Tietze-Härtl.

Mit Blick auf die Verkehrswende sagte Brückner, dass man unbedingt mehr Personal in der Stadtverwaltung benötige, um alle anstehenden Punkte auch zu schaffen. Er berichtete von seiner Forderung nach einer Fahrradgarage in der Buchenau und Überlegungen, statt der dortigen Waschstraße einen neuen Busbahnhof zu schaffen. Außerdem wolle er weiter gegen die Planung des S 4-Ausbaus mit den Mittelbahnsteigen vorgehen, da diese für Menschen mit Gehbehinderungen oft nur schwer zu erreichen seien.

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