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Das sind sie: Die Nachwuchs-Schauspieler vom Brucker Brett’l. Wer sie auf der Bühne sehen will, kann ab sofort Karten kaufen.

Brucker Brett‘l: Nachwuchs zeigt Theaterstück

In diesem Märchen spielt der Nachwuchs die Hauptrolle

Fürstenfeldbruck –  Was passiert am Ende eines Märchens? Dem widmet sich das neue Stück des Kindertheaters des Brucker Brett’l.

Schließlich sind Märchentheater wahre Klassiker. Besonders Kinder sehen Rapunzel und Co. gern auf der Bühne. Beim Kinder- und Jugendtheater des Brucker Brett’l schlüpft der Nachwuchs selbst in die Rolle der Märchenfiguren. Aufgeführt wird das Stück „Und weil sie nicht gestorben sind…“ von Sonntag, 27. November, bis einschließlich 18. Dezember jeweils am Wochenende.

„Mit Kindern ein Theater einzuüben, ist eine Herausforderung“, sagt Susanne Droth. „Aber ein bisschen Chaos gehört dazu.“ Innerhalb eines halben Jahres hat die 45-Jährige das Stück gemeinsam mit ihrer Schwester Birgit Tobisch-Haupt (36) geschrieben. Beide führen Regie. Beruflich leiten die Bruckerinnen seit etwa 20 Jahren eine Agentur für Kinderanimation. Ihre Eltern haben das Brucker Brett’l mitgegründet.

„Weil es unser eigenes Stück ist, können wir es problemlos abändern“, so Droth. Das sei vor allem dann hilfreich, wenn sich die Kinder manche Passagen nicht merken können.

27 Schauspieler machen mit, 17 davon sind zwischen zwei und 19 Jahre alt. Dornröschen, Gretel, Aschenputtel, Schneewittchen, Rapunzel und der Froschkönig werden von Erwachsenen dargestellt. Viele haben Bühnenerfahrung und auch einige Kinder haben schon öfter bei Theaterstücken mitgemacht.

Der Froschkönig ist mit 70 Jahren der Älteste

Droth freut sich, dass mehrere Generationen dabei sind. Der Froschkönig-Darsteller sei mit 70 Jahren einer der ältesten. Besonders sei, dass die jugendlichen Schauspieler im Stück so reden, wie es Teenager im echten Leben tun, sagt die Bruckerin. „Die Darsteller haben den Text vor den Sommerferien bekommen. Viele können ihn schon.“

Auch die Kleinsten – zwei zweijährige Mädchen – hätten ihre Rollen als Zwerge fleißig geübt. „Sie trauen sich nur manchmal nicht, ihn vorzutragen“, sagt die 45-Jährige schmunzelnd. Die zwei fünfjährigen Söhne ihrer Schwester, Tim und Max, stellen sprechende Mäuse dar. Sie reden in Reimform, so sei der Text leichter zu merken.

„Ich freue mich schon auf die Premiere“, sagt Max. Nur die Mäuseohren, die zu seinem Kostüm gehören, müssten noch besser befestigt werden. Tim ist dagegen nervös, seiner Schwester Nina geht es ähnlich. Die Siebenjährige spielt im Stück die Glücksfee. Während ihre Brüder im Kindergarten schon einmal bei einem Theater mitgespielt haben, wird es ihr erster Auftritt vor Publikum. „Aber die Rolle gefällt mir und der Text war leicht zu merken“, sagt sie.

Einen Souffleur gibt es nicht. „Wir wollen nicht, dass ein Kind in den Souffleurkasten plumpst“, sagt Droth. Aber sie und ihre Schwester sitzen als Erzählerinnen vorne neben der Bühne und können helfen.

Doch nun zum Inhalt: Die sechs Märchenfiguren Gretel, Rapunzel, Schneewittchen, Aschenputtel, Dornröschen und der Froschkönig treffen sich. „Die Frauen beklagen, dass sie in den Märchen oft von den Männern gerettet werden müssen“, sagt Droth. Mit auf der Bühne sind die Kinder der Figuren. Sie ermahnen ihre Eltern, nicht zu meckern. Im Gegensatz zu ihrem Nachwuchs seien sie schließlich berühmt. Damit sie selbst nicht unbekannt bleiben, schreiben die Kinder ein Märchen. „Es sind magische Wesen wie Feen, Zauberer oder eine Hexe dabei“, erklärt Droth. „Die Geschichte soll für jeden gut ausgehen.“

Regina Mittermeier

Termine:

Das Stück ist von Sonntag, 27. November, bis Sonntag, 18. Dezember, jeweils am Wochenende zu sehen. Beginn ist immer um 16 Uhr in der Brett’l-Scheune beim Steffelwirt, Dorfstraße 7, in Biburg. Reservierungen unter Telefon (0 81 41) 29 08 16 oder (0176) 64 62 27 82 (Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr), und freitags, 17 bis 18 Uhr, bei Familie Pulfer an der Augsburger Straße 13 in Fürstenfeldbruck und online unter www.bruckerbrettl.de.

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