Naturschützer weiter gegen Haeusler-Bau

Fürstenfeldbruck – Die Vertreter des örtlichen Bund Naturschutz (BN) machen nochmals klar, dass sie gegen den Bau eines Kinderhauses im Kester-Haeusler-Park sind. Zumindest in der aktuellen Version empfinden sie das Gebäude als zu groß. „Müssen hier wirklich 111 Kinder untergebracht werden?“, fragt Kreisvorsitzende Eugenie Scherb. Am heutigen Mittwoch kommt das Thema noch einmal im zuständigen Ausschuss aufs Tapet.

Die Mitglieder des BN solidarisieren sich in dem neuerlichen Schreiben auch mit den Anwohnern des Karl-Trautmann-Wegs. Diese haben sich wegen der Zufahrt und des geplanten Parkplatzes sogar einen Anwalt genommen, der eine Klage gegen den Bebauungsplan nicht ausschließt. „Bedenken haben wir auch wegen der Errichtung von 15 Stellplätzen. Zusammen mit den benachbarten vier Stellplätzen am Karl-Trautmann-Weg entsteht im jetzigen Garten ein Großparkplatz mit 19 Stellplätzen, Zufahrtsstraße und Wendehammer“, führen die Vertreter des BN aus.

Zudem sei der Brucker Osten arm an Grünflächen. Zusätzlich verbaute Fläche schade dem Wohngebiet. Der Bau der psychiatrischen Klinik habe bereits genügend Fläche versiegelt. Außerdem habe die Stadt wohl schlecht verhandelt, da immer noch nicht vertraglich festgehalten sei, dass der Park auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Der geplante Gehweg sei dafür kein Ersatz.

Immer noch stößt den Umweltschützern auch übel auf, dass der Neubau auf der dicht von Bäumen bewachsenen Fläche realisiert werden soll. Dass der unter Zeitdruck stehende Bürgermeister Erich Raff (CSU) unlängst der Fällung einiger Stämme – in denen Fledermäuse leben könnten – stattgegeben hat, bezeichnet Thomas Brückner vom BN als Skandal. Eine ausstehende Zustimmung der Oberen Naturschutzbehörde der oberbayerischen Regierung sei fatal.  (vu)

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