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Die Amperbrücke

Denkbare Verlegung

Fürstenfeldbruck sagt Nein zu B 2-Route über Landsberger Straße

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In der Diskussion um eine Verlegung der B 2 hat die Regierung von Oberbayern einen Vorschlag präsentiert: eine Verlegung über die Landsberger Straße. Die Idee fiel im Verkehrsausschuss glatt durch. Wenn die Zahlen des Verkehrsentwicklungsplans vorliegen, will man sich noch einmal mit der Route über die äußere Schöngeisinger Straße befassen.

Fürstenfeldbruck – Das Problem und die Diskussion sind seit Jahrzehnten bekannt: Die B 2 führt mitten durch die Stadt, es bilden sich Staus, und alle klagen über den Durchgangsverkehr. Zwar gibt es eine Tonnagebeschränkung, die Lkw über die Oskar-von-Miller-, Fürstenfelder- und äußere Schöngeisinger Straße zur B 471 Buchenau führt. Doch die könnte Geschichte sein, wenn das Straßenbauamt Freising die marode Brücke ertüchtigt. Dann kann auch Schwerlast-Verkehr darüber rollen. Und dagegen wehrt sich die Stadt vehement.

Die Regierung von Oberbayern hat mittlerweile bei einem Gespräch eine „etwas abenteuerliche Trassenführung“ aufs Tapet gebracht, wie es Vize-Bürgermeister Christian Götz (BBV) ausdrückte. Die B 2 könnte von der Oskar-von-Miller-Straße über die Landsberger Straße zur B 471 FFB-West führen. Der Vorteil: Der Umweg sei kürzer. Und dann wäre auch eine Herabstufung der Münchner- und Augsburger Straße zur Ortsstraße möglich.

Freunde fand diese Idee im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tiefbau nicht. SPD-Fraktionsvorsitzender Philipp Heimerl sprach von einer absurden Planung. „Die Landsberger Straße ist jetzt schon wahnsinnig belastet“, ergänzte CSU-Fraktionschef Andreas Lohde. Ihn habe stutzig gemacht, warum die Regierung plötzlich einen Vorschlag unterbreite, meinte Götz. „Vielleicht wollen sie die Amperbrücke loswerden.“ Einstimmig lehnte der Ausschuss den Vorschlag ab. Die Verwaltung soll aber weiter alle rechtlichen Schritte zur Verdrängung des Schwerlastverkehrs aus der Innenstadt prüfen.

Dann war es aber vorbei mit der Einigkeit: SPD, BBV und Grünen beharren weiter auf den Anträgen, die B 2 auf die A 8 zu verlegen, und die Trasse über die äußere Schöngeisinger Straße zu führen. CSU und Freie Wähler lehnen dies kategorisch ab. Laut Stadtplaner Markus Reize räumt das Verkehrsministerium einer Verlegung auf die Autobahn keine Chance ein, zumal auch bei Puchheim und Mammendorf Straßen ertüchtigt würden.

Gabriele Fröhlich (SPD) warf ein, dass die B 2 zwischen München und Starnberg durch die Bundesautobahnen A 95 und A 952 ersetzt würden. „Warum geht das bei uns nicht?“ Diese Frage soll nun das Straßenbauamt beantworten. Der Antrag wurde gegen die Stimmen von CSU und FW aufrecht erhalten.

Gleiches gilt für die Route über die äußere Schöngeisinger Straße. Wenn sich die Regierung schon bewege, könne man mal diese Variante einbringen, meinte Vize-Bürgermeister Götz. Alexa Zierl (Die Partei & Frei) hielt einen Umweg von fünf Kilometern über die äußere Schöngeisinger Straße für zumutbar. Man könne damit drei Unfallschwerpunkte am Gymnasium, an der Rotschwaiger Straße und bei der Einschleifung zur B 471 in der Buchenau entschärfen, meinte Karl Danke (BBV).

Damit verlagere man nur die Belastung, erwiderte Lohde. Um den Ziel- und Quellverkehr, der den Hauptteil ausmache, zu verlagern, brauche man eine irgendwie geartete weitere Amperquerung. „Dann muss halt ein Tunnel her“, sagte Franz Höfelsauer (CSU). Bei einer Umwidmung könne man den Verkehr durch eine ausgleichende Führung lenken, erwiderte Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne). Georg Stockinger (FW) warnte davor, dass die Stadt bei einer Umwidmung Baulastträger für die B 2 und die Amperbrücke wäre. Die könne man in dem Zustand aber nicht übergeben, erwiderte Geißler.

Bevor weiter über die alternative Trasse diskutiert wird, will man die Zählung für den Verkehrsentwicklungsplan abwarten. Teil der Untersuchung ist auch eine mögliche Herabstufung der Landsberger Straße zur Gemeindestraße.

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