Die Kreuzung Schöngeisinger-/Rothschwaiger-/Fürstenfelder Straße soll sicherer werden. pw
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Die Kreuzung Schöngeisinger-/Rothschwaiger-/Fürstenfelder Straße soll sicherer werden.

Fürstenfeldbruck

Neue Ampelschaltung für einen Unfallschwerpunkt - aber kein Umbau

  • Thomas Benedikt
    VonThomas Benedikt
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Sie ist eine der unfallträchtigsten Kreuzungen in der Stadt: Wo Fürstenfelder, Schöngeisinger und Rothschwaiger Straße aufeinandertreffen kracht es regelmäßig. Kurzfristig soll sich die Situation durch eine veränderte Ampelschaltung bessern. Das beschloss jetzt der Verkehrsausschuss des Stadtrates.

Fürstenfeldbruck – Bereits im Februar stand die Problemkreuzung auf der Tagesordnung. Das Ingenieurbüro Vössing hatte vier Varianten vorgestellt und bewertet, wie man der Situation an der Kreuzung Herr werden könnte. Die beste Lösung wäre nach Ansicht des Ingenieurbüros die Umwandlung in eine Standardkreuzung ohne die eigenen Spuren für Rechtsabbieger. Problem: diese Lösung wäre enorm teuer. Ohne die Kosten für die Planung würden schon 550 000 Euro anfallen.

Thomas Brückner (Grüne) hatte auch eine Idee des Verkehrsforums vorgestellt: eine Kombination aus Kreisverkehr und Ampelschaltung. Weil der Vorschlag im Ausschuss auf viel Interesse gestoßen war, prüfte das Ingenieurbüro jetzt auch noch dieses Modell. Das Ergebnis fällt jedoch ernüchternd aus. „In der Simulation hat sich gezeigt, dass der Knotenpunkt nicht leistungsfähig zu betreiben ist“, erklärte Frank Trebus vom Ingenieurbüro Vössing. Staus auf der Schöngeisinger und Rothschwaiger Straße von bis zu 500 Metern während der Stoßzeiten seien vorprogrammiert.

Es geht auch um die anderen Straßen

Brückner verteidigte dennoch den Vorschlag. Es gehe nicht nur um die Kreuzung alleine, sondern auch um die betroffenen Straßen. Und vor allem in der Rothschwaiger Straße müsse es das Ziel sein, den Verkehr zu reduzieren. „Bei 400 oder 500 Meter Stau werden die Leute da nicht mehr reinfahren.“

Auch Andreas Lohde (CSU) sieht in der Menge des Verkehrs das Hauptproblem. „Wir sind an dieser Kreuzung an Kapazitätsgrenzen.“ Doch Brückners Gedanken mochte er nicht folgen. „Es ist dem Bürger nicht zu vermitteln, da mit einer halben Million Euro reinzugehen, um dann 500 Meter Stau zu generieren.“

Letztlich sprach sich das Gremium mit großer Mehrheit für die billigste Variante (etwa 27 000 Euro Nettokosten) aus. Dabei wird die Schaltung der Ampelphasen so verändert, dass die Gefahr beim Linksabbiegen – in diesen Situationen passieren die meisten Unfälle – gebannt wird. Mittelfristig will man die anderen Varianten aber weiter im Blick behalten und diese noch modifizieren. Doch so viel ist laut Mirko Pötzsch (SPD) klar: „Einfache Lösungen gibt es nicht.“  ben

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