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Besuch am Tag vor dem Start: Walter Krautloher, Karin Stagge, Axel Schuhn und Stefanie Kran (v.l.) vom Landratsamt begutachten den neuen Teil der Berufsschule.

Erster Bauabschnitt geht in Betrieb

Startschuss für die neue Berufsschule

Heute beginnt die Schule – auch für über 2000 Berufsschüler. Sie werden erstmals in den Räumen der neuen Berufsschule unterrichtet. Vollendet ist der über 40 Millionen Euro teure Komplex allerdings noch nicht. Bis 2020 müssen sich die Schüler ihr Domizil deshalb noch mit den Bauarbeitern teilen.

Fürstenfeldbruck – Es war ein Rennen gegen die Zeit. Noch gestern Nachmittag waren in vielen Teilen des neuen Gebäudes die Handwerker zu Gange. Kabel verlegen, Decken verkleiden, Staub wischen: „Dass es so knapp wird, damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Axel Schuhn, Leiter des kreiseigenen Hochbaus. Dass quasi bis zur letzten Minute gearbeitet wurde, liegt laut Schuhn an den übervollen Auftragsbüchern der am Bau beteiligten Firmen. Manche von ihnen hätten ihre Arbeiten nicht in der vereinbarten Zeit vollendet.

Dort, wo die Handwerker bereits abgezogen sind, präsentiert sich die Schule bereits in vollem Glanz: Hohe, helle Räume, viel Holz und jede Menge Technik. Kreidetafeln sucht man in den Klassenzimmern vergebens. Sie wurden durch so genannte Whiteboards ersetzt, dazu gibt es Beamer, Lautsprecher, LED-Lampen und natürlich drahtloses Internet – ein Netz für die Schüler, eines für die Lehrer. Bei der Planung wurden auch die Lehrer mit einbezogen, die eigene Ideen einbringen konnten.

Die neuen Klassenzimmer sind mit modernster Technik ausgestattet.

Geplant worden ist der aus drei Würfeln bestehende Komplex vom Fürstenfeldbrucker Architekturbüro Balda, dass sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt hat. „Es ist ein sensibler und ausgeklügelter Entwurf“, schwärmt Axel Schuhn und lobt die gute Zusammenarbeit.

Fertig ist das Projekt aber noch lange nicht. Im ersten jetzt fertiggestellten Bauabschnitt wurde etwa ein Drittel des bestehenden Altbaus abgerissen und ein Drittel des Neubaus hochgezogen. Bis 2020 soll der Rest erledigt sein. Für Planer, Arbeiter und Schüler eine Herausforderung. Während nebenan die Arbeiter werkeln, müssen nebenan die Schüler das Werkeln lernen. Und auch in den Gebäudeteilen, wo ab heute unterrichtet wird, müssen noch letzte Arbeiten erledigt werden. Deshalb kann das Erdgeschoss mit der Aula und einigen Lehrwerkstätten auch erst nach den Herbstferien öffnen. In den ersten Wochen des Schuljahres müsse man deshalb ein wenig improvisieren, erklärt Hochbau-Sachbearbeiterin Karin Stagge.

So sieht die Schule von außen aus. Im hinteren Bereich wird der zweite Abschnitt errichtet.

Das Container-Gebäude, in dem die Berufsschüler bisher während des Umbaus unterrichtet worden sind, bleibt erst einmal stehen, wird aber um eine Etage verkleinert. Dort sollen Flüchtlinge, die eine Ausbildung machen, unterrichtet werden. Bisher musste ein Teil von ihnen nach Germering und Olching ausweichen.

Komplett fertig sein soll das gesamte Areal samt Außenanlagen 2021. Architekt Axel Schuhn rechnet damit, dass sich an den geplanten Baukosten von gut 44 Millionen Euro nicht viel ändern wird.

Tobias Gehre

Neben der Berufsschule gibt es noch einige andere Großbauprojekte im Landkreis.

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