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Eines Morgens wacht Michel (Alexander Schmiedel) neben der schönen Unbekannten (Rilana Ritsch) auf. Damit beginnt eine Liebesgeschichte, die das Publikum in seinen Bann zieht.  Theaterpädagoge wird zwei Wochen vor Premiere Vater

Theater

Neue Bühne Bruck: Regisseur feiert Premiere

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Ein Mann und eine Frau wachen morgens nebeneinander auf. „Wer bist du?“, fragt er sie überrascht. „Kennen wir uns?“ Das könnten die ersten Sätze einer Boulevard-Komödie sein. Aber weit gefehlt – es ist der Auftakt zu einem heiteren, poetischen und rätselhaften Stück, das jetzt in der Neuen Bühne Bruck begeisternde Premiere feierte.

Fürstenfeldbruck„Die Geschichte von den Pandabären“ des rumänisch-französischen Autors Matéi Visniec (63) ist nichts, was man bis ins letzte Detail verstehen muss. Oder kann. Aber das ist auch nicht nötig. Mühelos nimmt die Geschichte von Michel (Alexander Schmiedel) und der schönen Unbekannten (Rilana Nitsch) den Zuschauer mit auf verschiedene Ebenen.

In der realen Welt schließen die beiden einen Pakt – sie wird ihn neun Nächte lang besuchen, unter der Bedingung, dass er für sie Saxophon spielt. Der Eindruck, dass sie über geheimes Wissen verfügt und einen Plan verfolgt, den er nicht durchschaut, verleiht dem Ganzen eine wunderbar mysteriöse Note.

Es gibt zwischen den beiden absurd-komische Situationen zu belachen und hervorragende Schauspielkunst zu bestaunen. Die schöne Unbekannte schwirrt über die Bühne – an was ihre Körpersprache erinnert, wird man am Ende verstehen – und zieht den zunächst lockeren, dann leidenschaftlichen Michel mehr und mehr in ihren Bann, wogegen er sich weder wehren kann, noch wehren will. Doch je näher sich die beiden kommen, umso mehr verlassen sie die Ebene des Realen und heben ab ins Metaphorische, Märchenhafte.

Die anfangs leichtfüßige Liebesgeschichte gewinnt an Tiefe, die Heiterkeit schlägt um in Schwermut. Der verblüffende Schluss entlässt den Zuschauer zwar immer noch mit Fragen in die Nacht, sorgt aber im Rückblick auch für einige Aha-Momente.

„Die Geschichte von den Pandabären“ ist die erste Arbeit des 38-jährigen Olaf Dröge für die Neue Bühne. Der freiberufliche Regisseur und Theaterpädagoge zog vergangenes Jahr in den Landkreis Fürstenfeldbruck und nahm Kontakt mit Neue-Bühne-Intendant Harald Molocher auf. Die Zusammenarbeit war schnell besiegelt und die Inszenierung innerhalb von drei Monaten fertig – was umso erstaunlicher ist, als Dröge in dieser Zeit auch noch Vater wurde. Sein Sohn erblickte zwei Wochen vor der Premiere das Licht der Welt. „Das Stück hat allen Beteiligten auf Anhieb gefallen“, berichtet der Regisseur. Dem Premierenpublikum ging es genauso.

Service

Die nächsten Aufführungstermine der „Geschichte von den Pandabären“ an der Neuen Bühne Bruck auf dem Klosterareal sind am 1., 8., 9. und 16. Februar. Infos zum Programm und Karten für 15 Euro gibt es auf der Internetseite www.buehne-bruck.de.

Theaterpädagoge wird zwei Wochen vor Premiere Vater

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