Peter Lackerschmid ist seit 2016 Geschäftsführerder Industha. foto: archiv

Beteiligungsberichte im Hauptausschuss

Neue Flächen fürs Gewerbe in der Hasenheide

Vor einem Jahr hatte Industha-Chef Peter Lackerschmid noch Alarm geschlagen: Der Entwicklungsgesellschaft fehlten Grundstücke. Inzwischen hat sich die Lage entspannt. Die Industha vermarktet weiter – auf Flächensuche ist sie trotzdem noch.

Fürstenfeldbruck – Die Industha schreibt rote Zahlen. Doch das Minus sinke, berichtete Peter Lackerschmid, Geschäftsführer der Industha, an der die Stadt und die Sparkasse zu je 50 Prozent beteiligt sind, nun im Hauptausschuss. Ein Grund: Der 67-Jährige hat seine Arbeitsstunden reduziert. Statt 20 ist er nur noch 15 Stunden pro Woche für die Gesellschaft im Einsatz. Sonst könne er die Gegenleistungen für das Gehalt nicht erbringen. „Ich war die letzten beiden Jahre nur mit Gesprächen und Straßenbegleitgrün beschäftigt.“

Im Industriegebiet Hasenheide sind alle Grundstücke verkauft und bebaut. Im vergangenen Jahr wurden die Straßen, Zufahrten, Gehsteige und das Begleitgrün fertiggestellt. Die Fläche muss nun an die Stadt übergeben werden – ein kompliziertes Vertragswerk. Dann stehen noch Arbeiten an den ökologischen Ausgleichsflächen an.

Bewegen könnte die Gesellschaft weit mehr: Etwa 55 Firmen hätten Interesse, sich in Bruck niederzulassen. Der Flächenbedarf liegt laut Lackerschmid bei 155 000 Quadratmetern. Es fehlt einzig der Grund. So entstand die Sorge, es drohe das Ende der Industha. Doch Lackerschmid ist es gelungen, weitere Gewerbeflächen an Land zu ziehen. Allerdings nicht den rund 40 000 Quadratmeter großen Grund östlich der Firma Trinks. Die Fläche gehört dem Freistaat und der will das Areal selbst vermarkten.

Dafür hat Lackerschmid westlich der Straße Am Kuglfang noch ein 13 500 Quadratmeter großes Grundstück gekauft und mit den Planungen begonnen. Der Vertrag mit einem Architekten ist unterzeichnet, der Planungs- und Bauausschuss beriet gestern bereits über den Bebauungsplan. Die Interessenten sind bereits informiert. „Wir erwarten nun Angebote.“

Ein weiteres Grundstück besitzt die Industha nördlich der Firma Eisen Rudi. Es liegt direkt an der Straße. Das Areal dahinter hat der Freistaat an einen Investor verkauft. Mit diesem will Lackerschmid sich abstimmen, um das Gebiet gemeinsam zu entwickeln. Das Problem: Ein Teil des Areals ist eine verfüllte Hausmülldeponie, was die Bauarbeiten teurer macht.

Gerne hätte der 67-Jährige auch nördlich des Kuglfangs bis zur Staatsstraße nach Maisach ein größeres Areal vermarktet. Doch bislang konnte er sich nicht mit den Besitzern einigen. Daher will er die rund 5800 Quadratmeter an der Carl-von-Linde-Straße, die der Industha gehören, eigenständig entwickeln – eine Minilösung, wie er sagt. Sollte man sich doch noch mit den Eigentümern einigen, könnte die hintere Fläche mit einer Stichstraße erschlossen werden.

Trotz neuer Aufgaben ist die Industha stets auf der Suche nach Bauland und auch landwirtschaftlichem Grund. Denn auch diese braucht er, um Bauern einen Ersatz anzubieten. Zudem muss die Industha Ausgleichsflächen in petto haben.

Laut Lackerschmid hat die Industha so eine Zukunft, zumindest für die nächsten beiden Jahre. Und wenn es so weitergehe, könne man sogar überlegen, ob er die Stunden wieder auf 20 aufstockt, sagte er dem Tagblatt. Ein weiteres Betätigungsfeld brachte Andreas Lohde (CSU) ins Gespräch. Die Industha könne eine städtische Wohnungsbaugesellschaft betreuen. Er sei grundsätzlich bereit, sagte Lackerschmid. Das lasse sich jedoch nicht mit 15 Wochenstunden realisieren. „Und man müsste den Satzungszweck ändern.“ (Ingrid Zeilinger)

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