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Erst probieren, dann studieren: Sofia Wallner lässt sich von Christian Keil erst eine Pellkartoffel mit Kräuterquark reichen, dann studiert sie das Rezept für ein Kartoffel-Steckrüben-Gratin. 

In Fürstenfeld

Neue Kochideen dank der Rezeptebörse am Bauernmarkt

Ob Knödel zur Gans oder Kartoffelsalat zu den Wienern: Nicht nur an den Weihnachtsfeiertagen zählt die Kartoffel zu den beliebtesten Beilagen der Deutschen. Doch was lässt sich aus der Knolle noch alles zaubern? Ideen lieferte die neue Rezeptbörse am Bauernmarkt.

Fürstenfeldbruck An einer Pinnwand hinter dem Stand von Biobauer Max Keil hängen sie: Rezepte, alles rund um die Kartoffel. So konnten die Besucher zum einen Pellkartoffeln und Kräuterquark probieren, und sich beim Essen zu vielen Gerichten rund um die Knolle inspirieren zu lassen. Und die entdeckten die Neuerung schnell.

Sofia Wallner ließ sich nicht zweimal bitten. „Das ist ja eine super Idee“, freute sich die Maisacherin. Sie ist seit Jahren Stammkundin beim Bauernmarkt und immer offen für neue Ideen, wenn’s um gesunde und vor allem schmackhafte Küche geht. „Ach, da ist ja auch ein Rezept für Fingernudeln, da muss ich gleich mal schauen, ob sie die mit oder ohne Ei machen“, sagt sie und studiert den Rezeptvorschlag.

Während sie sich ihre Pellkartoffel, die rotschalige Laura, schmecken lässt, kommt sie ins Gespräch mit Christian Keil vom Puchheimer Biolandhof: „Mhm, die Laura ist ja meine Lieblingssorte, aber im Kartoffelsalat mag ich doch die Dita lieber, weil sie fester ist.“

Genau das bezwecken die Mitglieder der Bauernquelle mit ihrem neuen Angebot. „Die Idee für die Rezepte-Tauschbörse ist bei einem Stammtisch der Bauernquelle geboren worden“, sagt Max Keil. Es ist geplant, dass die Kunden künftig auch eigene Rezepte mitbringen und an die Wand pinnen. „Jetzt müssen wir halt schauen, ob das gut angenommen wird, dann könnte das direkt zu einer Dauereinrichtung werden“, meint Keil. Und dann wird sich natürlich nicht mehr nur alles um die Kartoffel drehen. Bestenfalls findet man dort eine neue Idee für das Menü an den Weihnachtsfeiertagen.

Ob Erdäpfelbratlinge, Marillenknödel, Prinzesskartoffeln, Ofenkartoffel auf griechische Art, Omas Kartoffelsalat, Erdäpfel-Kas oder Saures Kartoffelgemüse: Schon beim Studieren der Rezeptvorschläge lief den Bauernmarktkunden das Wasser im Munde zusammen. Die eine oder andere Idee haben sie mitgenommen, für den Test am eigenen Herd. Und es ist gleich doppelt praktisch, dass man hier alles für ein gutes Essen gleich frisch vom Erzeuger bekommt und so manchen Tipp für die Zubereitung gleich obendrauf. Das Weihnachtsfest kann also kommen – ohne Kopfschmerzen angesichts des Speiseplans.

Stammkunden gründen Beirat

Seit kurzem gibt es einen Bauernmarkt-Beirat. Langjährige Stammkunden, denen der Brucker Bauernmarkt am Herzen liegt, treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. „Wir sind rund ein Dutzend Leut’, mittlerweile haben wir uns schon dreimal getroffen“, erzählt Helmut Hege aus Fürstenfeldbruck. „Erzeuger und Kunden ziehen gerne an einem Strang, auch wenn es darum geht, etwas zu verbessern und den Bauernmarkt noch attraktiver zu machen“, sind sich Max Keil von der Bauernquelle und Helmut Hege einig. Das Parkplatzproblem brennt ihnen zum Beispiel unter den Nägeln: „Wir haben zwar am Veranstaltungsforum jede Menge Parkplätze, aber durch die vielen Veranstaltungen finden unsere Kunden oft keinen nahen Parkplatz und müssen ihre Taschen oft bis zur Klosterwiese tragen“, sagt Hege. Keils Vorschlag: „Vielleicht könnte man eine Kurzparkzone für die Bauernmarktbesucher einrichten.“ Der Bauernmarkt feiert übrigens im nächsten Jahr sein 30-jähriges Bestehen: „In diesem Jubiläumsjahr wird es sicher einige Attaktionen und Überraschungen geben“, verspricht Max Keil. (akk)

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