Haben einen Lokalkrimi mit Brucker Kommissar geschrieben: Uschi und Klaus Pfaffeneder.

Buchvorstellung

Neuer Heimatkrimi mit einem Brucker Kommissar

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In Uschi und Klaus Pfaffeneders erstem Lech-Krimi wird während den Rauhnächten eine kopflose Frau gefunden und der Verdacht des Kriminalkommissars Bayerl aus Fürstenfeldbruck fällt auf einen syrischen Flüchtling, der als Erster am Tatort war. 

Fürstenfeldbruck/Landsberg – In diesem Einstieg in das Werk „Entwurzelte Schatten“ steckt alles drin, um was es in dem Buch geht. Ein mysteriöser Mord, die Flüchtlingskrise, die natürlich auch an Landsberg nicht unbemerkt vorbeigegangen war und die traditionelle Sagenwelt der Lechrain-Gegend.

Der pensionierte Kriminalhauptkommissar Martin Viertaler stolpert durch Zufall am Morgen nach der ersten Rauhnacht über eine kopflose Frauenleiche. Nachdem sein Nachfolger Bayerl vorschnell einen Flüchtling verdächtigt, macht sich Viertaler mit einer guten Freundin auf die Suche nach dem wahren Mörder.

Dass er und der neue Mann aus der Amperstadt dabei keine Freunde werden, ist abzusehen. Auch die stereotypischen Verdächtigungen des Kripobeamten, ein Syrer oder ein türkischer Friseur könnten der Täter sein, sind reichlich vorschnell getroffen und bringen Bayerl den unrühmlichen Titel „Gscheidhaferl“ ein. Die wahren Hintergründe des Mordes sind weitaus verworrener und das Finale ist spannend und unerwartet.

Obwohl das der erste Kriminalroman des Landsberger Schriftsteller Ehepaars ist, ist es nicht Viertaler erster Auftritt. Bereits in einer früheren Anthologie hat Uschi Pfaffeneder den reservierten Ex-Polizisten eingeführt. „Wir haben uns dann gedacht, wir wollen einen ganzen Roman um Viertaler aufmachen und so entstand Entwurzelte Schatten“, erzählt Klaus Pfaffeneder, der neben dem Schreiben als Ingenieur arbeitet.

Seit etwa zehn Jahren schreiben die beiden Eheleute an ihren Geschichten und inzwischen sind fünf Bücher daraus entstanden. Sie haben in Zusammenarbeit mit der Stadt Landsberg drei Anthologien herausgebracht, in der jeweils 15 ausgewählte Geschichten zusammengefasst sind und Klaus Pfaffeneder hat zusätzlich noch einen historischen Roman mit dem Namen „Der Baumeister von Landsberg“ veröffentlicht.

Wenngleich sich ihre Bücher gut verkaufen, arbeiten beide noch in ihren normalen Berufen. Klaus ist selbständiger Ingenieur und pendelt häufig zwischen Landsberg und Baden-Württemberg hin und her. „Auf den Fahrten hat man viel Zeit fürs Schreiben“, sagt der 55-Jährige. Uschi arbeitet in der Kinderbetreuung und leitet nebenbei noch eine Schreibwerkstatt bei der Volkshochschule.

Ein Jahr haben die beiden an ihrem Lech-Krimi gearbeitet, davon fiel ein Viertel der Zeit nur auf die Recherche. „Bei meinem historischen Roman waren es fast 50 Prozent Recherche“, erzählt der Autor. Anschließend erstellten sie den Plot der Geschichte und die Charaktere, um dann einen Kapitelplan zu erstellen.

„Jeder muss wissen, was er schreiben soll, sonst funktioniert das zu zweit nicht“, erklärt Pfaffeneder. Am Ende wird alles zusammengebracht und abgeschliffen und fertig ist der Roman.

Derzeit arbeitet das Landsberger Schriftsteller-Ehepaar bereits an einem Fortsetzungsroman für Viertaler und seinen Fürstenfeldbrucker Nachfolger Bayerl. Und diesmal soll der teilweise doch sehr unsympathische Kripo-Beamte in ein besseres Licht gerückt werden. Wahrscheinlich Ende des Jahres können sich also Krimi-Liebhaber auf einen neuen, spannenden Roman mit Lokalkolorit freuen.

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