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In der voll besetzten Klosterkir che feierte Pfarrer Otto Gäng (Mitte) seine erste Heilige Messe. Der stellvertretende Dekan Wolfgang Huber (2.v.l.) führte ihn in sein Amt als Pfarrverbandsleiter ein. 

Einführungsgottesdienst in Fürstenfeld

Neuer Pfarrer fordert Mut zu Neuem

Mit einem feierlichen Festgottesdienst in der brechend vollen Klosterkirche wurde der neue Leiter des Pfarrverbandes Fürstenfeld, Otto Gäng, in sein Amt eingeführt. Seinen neuen Wirkungsort will er nicht nur über die Kirchen kennenlernen, sondern auch zu Fuß mit seinem belgischen Schäferhund.

FürstenfeldbruckMit reichlich Weihrauch (Otto Gäng: „Kompliment an die Ministranten, es ist keiner umgekippt“) und schwungvollen Spritzern Weihwasser zelebrierte Brucks neuer Pfarrer offiziell seine erste Heilige Messe. Diakon Martin Stangl verlas die von Erzbischof Reinhard Marx verfasste Ernennungsurkunde. Sie macht den 52-Jährigen zum Administrator des Pfarrverbandes Fürstenfeld mit den Pfarreien St. Magdalena, St. Bernhard, St. Johannes der Täufer in Emmering, St. Stefan in Pfaffing und zur heiligen Dreifaltigkeit in Biburg.

Der stellvertretende Dekan Pfarrer Wolfgang Huber aus Mammendorf nahm ihm das schon bei der Priesterweihe gegebene Versprechen ab, für die Verkündigung des Evangeliums zu sorgen und den Dienst am Nächsten zu leisten. Pfarrverbandsrats-Vorsitzende Birgitta Klemenz übergab dem neuen Pfarrer stellvertretend für alle Kirchen seines Verantwortungsbereiches den großen Schlüssel der Klosterkirche und versicherte: Damit stehen nicht nur die Türen, sondern auch die Herzen der Gläubigen offen.

In seiner Predigt bekannte der Neue humorig, dass es angesichts der im Evangelium berichteten Vorbereitungen zu Jesu Sterben vielleicht bessere Gelegenheiten zur Amtseinführung gegeben hätte („Nach dem Motto, wenn du bereit bist zu sterben, dann geh nach Fürstenfeld“). Gleichzeitig spach Gäng seinen Zuhörern aber auch „Mut zur Zukunft, zu etwas Neuem“ zu. „Diese prächtige Fürstenfelder Kirche zeigt: das Leben ist schön, es kann gelingen, machen Sie mit“, sagte er am Ende der Predigt.

Kirchliche und weltliche Vertreter begrüßte Pfarrverband-Verwaltungsleiter Markus Amann beim anschließenden Empfang im Kleinen Saal des Veranstaltungsforums. Dabei berichtete der von Gauting kommende Pfarrer Gäng von der großen Identifikation der Brucker mit ihrer Stadt, die ihm in den ersten zwei Wochen seiner Zeit hier besonders imponiert habe. „Ich habe es an zwei Sonntagen nicht geschafft, mittags ohne Reservierung zum Essen zu gehen – Respekt“, stellte der Geistliche fest. „Bruck ist eben anders“ wandte OB Erich Raff ein. Er versprach, dass das Rathaus ihm auch ohne Schlüssel offen stehe. Worauf Gäng konterte, dass die Tür bei einem spontanen Versuch eben doch zu gewesen sei und er obendrein auch noch einen Strafzettel kassiert habe. „Das ist die Strafe, wenn man sich in der Stadt wohlfühlt“, sagte er augenzwinkernd.

Schwer beeindruckt von seiner Vita zeigte sich Bürgermeister Frederik Röder, der die Mitgliedsgemeinde Biburg vertrat, „Ich dachte, sie müssen 20 Jahre älter sein“. Als Willkommensgeschenk überreichte Röder eine gefüllte Freßschale für Gängs Hund Sunny.

Pfarrer Valentin Wendebourg, der erst am kommenden Sonntag in der evangelischen Erlöserkirche eingeführt wird, unterstrich die ökumenische Verbundenheit mit der neuen Reformationsbriefmarke aus dem Vatikan. Gäng dankte für die Willkommensgrüße und und äußerte die Hoffnung auf Genesung seines Vorgängers Albert Bauernfeind („Dass er mir vielleicht nachträglich noch die Gemeinde übergeben kann“). (mjk)

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