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Links Radweg, rechts Straße: Die neu befestigte Mulde dazwischen soll künftig Überschwemmungen verhindern.

Telefonanschlüsse weiterhin lahmgelegt

Neuer Radweg ist ein Problemfall

Der neue Radweg von Gelbenholzen (Stadt Fürstenfeldbruck) nach Biburg (Gemeinde Alling) ist ein Problemfall: Erst wurde er bei Starkregen überschwemmt, bei den folgenden Reparaturarbeiten wurde dann ein wichtiges Telefonkabel beschädigt.

Bei heftigen Niederschlägen im Juni wurden Teile des Radweges von Gelbenholzen nach Biburg überschwemmt. Mit baulichen Maßnahmen hat man versucht, das Problem zu lösen. Doch das ging in einer Hinsicht schief: Es wurde mindestens ein Kabel der Telekom beschädigt, weshalb einige Haushalte in Biburg auf unbestimmte Zeit ohne Festnetzanschluss auskommen müssen.

Besonders ärgerlich ist der momentane Zustand für Gewerbetreibende und Privatpersonen, die auf das Festnetz angewiesen sind. „Eine ältere Dame hat beispielsweise ihren Notruf über den Festnetzanschluss geregelt“, berichtet der Allinger Bürgermeister Frederik Röder (CSU). Das stelle sie nun vor erhebliche Probleme. Hinzu kommt, dass man in Teilen Biburgs nicht einmal Handyempfang hat. Wenn die Gemeinde bei der Telekom nachfragt, bekomme man nur dürftige Antworten. „Wir werden von Pontius nach Pilatus geschickt“, ärgert sich Röder.

Laut Informationen der Telekom sei ein Hauptkabel von Fürstenfeldbruck kommend Richtung Alling gestört. Die Behebung des Fehlers kann bis 27. Juli dauern. Viel zu lange für den Geschmack des Rathauschefs: „Es geht ja nicht darum, nach Miami zu skypen, sondern nur darum, ein einfaches Telefonat zu führen.“ Die Telekom habe gegenüber Rathausmitarbeitern betont, dass die Fehlersuche allerdings sehr aufwändig sei.

Eine weitere Problematik: Der Radweg war für längere Zeit nicht benutzbar, Radler wichen auf die Straße aus – auf der etwas unübersichtlichen Strecke nicht ganz ungefährlich.

Doch wie konnte es zur Überschwemmung kommen? Der Weg wurde laut Walter Doll vom Brucker Rathaus vor etwa einem Jahr mit einer sogenannten Raubettmulde fertiggestellt, dann wurde mit Bankettmaterial aufgefüllt. Dieses Material wurde beim starken Unwetter im Juni herausgespült. Nun hat man die Mulde von Rand zu Rand gezogen und hofft, dass diese Maßnahme künftig Überschwemmungen verhindert.

Einige Bürger waren der Meinung, dass das Maisfeld, das Richtung Biburg auf der rechten Seite liegt, eine erhebliche Rolle bei der Überschwemmung gespielt habe. Denn dadurch seien größere Massen an Wasser und Schlamm gen Gelbenholzen geflossen. Diese Meinung teilen weder Röder noch Doll. „Wir hatten einfach zwei heftige Niederschläge innerhalb einer Woche“, erklärt Doll. „Der Mais hat gar kein Problem gemacht. Da kam höchstens ein bisschen Dreck mit“, ergänzt Röder.

von Christoph Riegel

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