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Abriss, Umbau oder Erweiterung – noch ist die Zukunft des beherrschenden Gebäudekomplexes unklar. 

Viehmarktplatz in Fürstenfeldbruck

Nix ist fix beim alten Kaufhaus X

Zumindest ein Akteur am Viehmarktplatz weiß, was er will: Der Fitnessstudio-Chef möchte das ehemalige Kaufhaus X verlassen. Möglicherweise entsteht deswegen an selber Stelle ein kompletter Neubau. Kommunalpolitisch mehren sich Stimmen, die eine Zusammenarbeit fordern.

Fürstenfeldbruck Denkbar wird eine Zusammenarbeit, weil das Hardy’s-Fitnessstudio am Standort Bruck eine komplett neue Filiale an der Augsburger Straße plant (siehe Kasten). Das Gelände, wo das alte Kaufhaus X steht, soll nach dem Umzug umgestaltet werden. Möglich seien entweder ein Anbau an das alte Gebäude, ein Abbruch oder ein Neubau, sagt Reinhard Klinke, Geschäftsführer der Hardy’s-Kette und Eigentümer von Gebäude und Areal. Er betreibt mehrere Studios in Landsberg und in der Brucker Region.

Klinke betont aber, dass bei der Planung „im Moment noch alles offen ist“. Wohnbebauung mit Gewerbeflächen sei eine Möglichkeit. Unternehmen, die auf größere Waren-Anlieferungen angewiesen sind, scheiden nach Meinung von Klinke wegen der begrenzten Lkw-Zufahrtsmöglichkeiten aus.

Diese Zukunftspläne haben nun auch die Kommunalpolitiker hellhörig werden lassen. Denn die Planungen für den Viehmarktplatz treten im Moment auf der Stelle. Die von Bürgern und Bauherrengremium favorisierten Architektenentwürfe interessieren keinen Investor. Wirtschaftlich nicht rentabel, so auch das Urteil eines Gutachtens.

Zuerst war es die BBV, die im November deswegen ein Zusammengehen bei der Planung der beiden benachbarten Grundstücke forderte: Auf dem Gelände des alten Kaufhaus X könnte ein Turm entstehen, wie er in einem Architektenentwurf zum Viehmarkplatz vorkommt – so die Vorstellung der Bürgervereinigung. Auch die SPD forderte Anfang des Jahres, die Umgestaltung des Nachbargrundstückes miteinzubeziehen.

Generell steht Reinhard Klinke solchen Überlegungen positiv gegenüber. Allerdings fehlt für eine Kooperation im Moment die Entscheidungsgrundlage. Darauf verweist Klinke, wenn er sagt, die Stadt wisse selbst noch überhaupt nicht, was sie wolle. Stadtbaurat Martin Kornacher pflichtet ihm bei: „Man muss politisch die Richtungsentscheidung treffen. Wenn man weiß, was man will, sind es bessere Verhandlungen.“ Heißt: Wie baut man auf die bisher unbefriedigenden Planungsergebnisse auf?

Für Kornacher ist es kein Problem, wenn die Entwürfe des Architektenwettbewerbes überarbeitet werden. Auch bei der Umgestaltung des Klosters zum Veranstaltungsforum habe der Siegerentwurf ursprünglich ganz anders ausgesehen als der jetzige Bau. Ein konkreter Punkt, wo eine Zusammenarbeit möglich wäre, ist eine Tiefgarage. Dort könnte der private Bauherr seine Stellplätze nachweisen, gleichzeitig mit öffentlichen Parkplätzen der Stadt. Denkbar wäre daher auch, Parkplätze unter einen Teil des südlichen Viehmarktes zu bauen, sagt OB Erich Raff (CSU). Stadtbaurat Martin Kornacher hofft, dass nach der Verabschiedung des Haushalts die Kommunalpolitik Entscheidungen fällt und damit die Richtung vorgibt. (Fabian Dilger)

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