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Noch Platz für junge Flüchtlinge

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Von: Andreas Daschner

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Minderjährige müssen oft in einem Heim untergebracht werden. © Stephan Rumpf/MZV

Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, hält sich im Landkreis in Grenzen.

Fürstenfeldbruck –Bislang mussten vier untergebracht werden. Insgesamt erhalten derzeit 33 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge Jugendhilfe vom Brucker Jugendamt.

Die vier jungen Ukraine-Flüchtlinge wurden dem Landkreis im Rahmen des landesweiten Verteilverfahrens zugewiesen. Das geht aus einem Bericht hervor, der nun im Jugendhilfeausschuss vorgelegt wurde. Unter den eigenständig in den Landkreis eingereisten Ukrainern wurden hingegen bislang keine unbegleiteten Minderjährigen festgestellt. Insgesamt muss der Kreis im Rahmen des Verteilverfahrens fünf Minderjährige aufnehmen.

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Auch in der Gesamtbetrachtung unterschreitet der Landkreis seine Quote an Minderjährigen, die bei 42 Personen läge. Grundsätzlich sei deshalb mit weiteren Zuweisungen zu rechnen, heißt es in dem Bericht.

Die Löwenanteil der unbegleiteten Minderjährigen stellen mit 21 Personen Flüchtlinge aus Afghanistan. Aus der Ukraine sind es die erwähnten vier, aus Sierra Leone zwei, aus Syrien, Pakistan, dem Jemen, Tunesien, Guinea und Somalia je ein Flüchtling. Sechs davon sind eigentlich schon volljährig. Sie fallen aber noch unter die Statistik, weil sie Leistungen vom Jugendamt erhalten.

30 Flüchtlinge sind stationär untergebracht, davon 29 in Einrichtungen der Jugendhilfe und einer bei einer Pflegefamilie. Mit dem Alveni-Haus, das die Caritas betreibt, gibt es weiter eine Einrichtung speziell für minderjährige Flüchtlinge. Dort stehen bis zu zwölf Plätze zur Verfügung. Drei der Volljährigen erhalten weiterhin Leistungen in Form eines ambulanten Erziehungsbeistands.  ad

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