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Die Nutzung des Lichtspielhauses ist weiter offen.

Kino

Nutzung des Lichtspielhauses weiter offen

Fürstenfeldbruck – Der Förderverein Lichtspielhaus will weiter das derzeit geschlossene Kino an der Maisacher Straße betreiben. Den jüngsten Beschluss des Bauausschusses, das Kino zu sanieren, sofern der Stadtrat ein Nutzungskonzept billigt, wertet der Vereinsvorsitzende Thomas Lutzeier als Erfolg – er trifft damit aber nicht den Nerv aller Mitglieder.

„Gott sei Dank sind wir jetzt ganz nah am Erreichen unseres Vereinszwecks dran“, sagte Lutzeier bei der jüngsten Mitgliederversammlung. Ein von ihm ins Spiel gebrachtes Bürgerbegehren ist aktuell kein Thema. „Das ist die Ultima Ratio, wenn die Stadt beschließt, dass ein Kindergarten in das Kino käme.“

Gaby Fröhlich, Vereinsmitglied und Stadträtin, sagte: „Wir haben den Beschluss gefasst, dass saniert wird. Hinter diesen Stand fallen wir nicht mehr zurück.“ Richard Bartels sieht die Lage dennoch nicht so positiv: „Grundvoraussetzung für die Stadt bleibt doch weiterhin, dass mit dem Betrieb eine schwarze Null geschrieben wird“, sagte er. Dies sei aber durch ehrenamtliches Engagement kaum machbar.

Dem widersprach Lutzeier. Er habe ein Konzept ausgearbeitet, wonach das Kino mit 50 Veranstaltungen im Monat – Kinovorführungen, Kleinkunst und Vereinsnutzungen – betrieben werden könne. Enthalten sei auch die Bezahlung von Hilfskräften und eines Kinobetreibers. Lutzeier favorisiert dafür Stefan Döpke, der früher das Kino in Gauting betrieben hat. Keinen Platz sieht Lutzeier für das Brucker Brettl, da für Inszenierungen in deren Größenordnung eine zu große Bühne nötig wäre.

Dass dieses Konzept, obwohl es laut Lutzeier seit eineinhalb Jahren existiert, von der Stadt nicht diskutiert wird, erstaunte Bartels. Lutzeier: „Es ist offenbar schwer, die Leute dazu zu bringen, etwas zu lesen.“

Architektin Anne Batisweiler, die bereits eine Planung für das Kino ausgearbeitet hatte, dann den Auftrag von der Stadt aber wieder entzogen bekam, sieht das Konzept als erfolgversprechend an: „Es ist machbar, aber es wird eine Anschubfinanzierung brauchen, bis es läuft.“

Stadtrat Dieter Kreis erinnerte an einen Beschluss, wonach das Kino zwei Jahre lang defizitär sein dürfe. Dem hielt Lutzeier eine Aussage von Raff entgegen, wonach dabei unter anderem auch die Abschreibung berücksichtigt werden müsse und deshalb nichts mehr für einen Defizitausgleich beim Betrieb übrig bleibe. Kreis dazu: „Das ist die Ansicht von Herrn Raff, das muss der Stadtrat erst einmal genau so sehen.“ (ad)

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