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FW-Kandidat Georg Stockinger (56): Er ist am liebsten an der Amper in der Nähe des Pavillons. 

Serie: Das Tagblatt stellt die Bürgermeister-Kandidaten vor (5)

Georg Stockinger – der erfahrene Wahlkämpfer

Er ist der einzige Kandidat, der schon Erfahrung bei einer OB-Wahl hat: Georg Stockinger (56) tritt nach 2014 zum zweiten Mal für die Freien Wähler an. Sein Vorhaben für den Fall eines Wahlsiegs: Die Bürger sollen sich wieder wohl fühlen in ihrer Stadt.

Fürstenfeldbruck – Eigentlich ist es schon sein dritter Wahlkampf, sagt Georg Stockinger. Schließlich war der 56-Jährige 2008 auch Landrats-Kandidat für die Freien Wähler (FW). Daher kennt er die Abläufe vor einer Wahl.

Trotzdem, eine gewisse Aufgeregtheit ist natürlich auch heuer dabei. „Es wäre nicht menschlich, wenn es nicht kribbeln würde.“ Dass der Stadtrat Stockinger für die Freien Wähler ins Rennen geht, war ziemlich klar, erzählt der Kandidat.

Als Fürstenfeldbrucker OB will Georg Stockinger Entscheidungen treffen

Ins Zentrum seines Programms hat Stockinger die Bürger gestellt. Die Brucker Bevölkerung sei auch der Grund, warum er den Chefsessel im Rathaus erobern wolle. „Es muss was vorangehen.“ Stockinger, der als Berater im Bereich Abfallrecht mit Kommunen, Firmen und Privaten zusammenarbeitet, hat hier in den vergangenen Jahren einen gewissen Stillstand ausgemacht. Anspielend auf viele langwierige Projekte, die in der vergangenen Zeit durch den Stadtrat gingen, will er Themen schneller anschieben und abschließen.

Ein OB müsse auch einfach einmal Entscheidungen treffen, sagt Stockinger, der die jahrelangen Diskussionen zu einzelnen Themen kennt. Auch die Bürger müssen seiner Meinung oft zu lange warten – zum Beispiel bei Anträgen an die Verwaltung. „Der Antragssteller ist kein lästiges Wesen, sondern ein Bürger der Stadt“, sagt er. „Manchmal habe ich das Gefühl, der Bürger muss sein Recht beweisen.“

Was ihm persönlich deswegen am Herzen liegt: Die Bürger sollen sich in der Stadt wieder wohl fühlen. Das könne man auch durch eine andere Diskussionskultur im Stadtrat erreichen. „Man muss weg von persönlichen Animositäten hin zu einer Sachpolitik.“ Der „Kindergarten“ im Stadtrat färbe auf die Atmosphäre in der Stadtgesellschaft ab.

Brucker Flächennutzungsplan überarbeiten und Einnahmen generieren

Wenn er selber nicht antreten würde, gehörte seine Stimme übrigens wohl dem amtierenden Bürgermeister, deutet Stockinger an: „Ich bin konservativ-liberal aufgewachsen und habe meine Jugend in der Jungen Union verbracht.“ In der CSU sieht er auch den härtesten Konkurrenten.

Die drei wichtigsten Projekte, die Stockinger als OB vorantreiben will, bauen teilweise aufeinander auf. Erstes Thema: „Der Flächennutzungsplan muss dringend überarbeitet werden“, sagt Stockinger. Klingt verwaltungslastig, ist aber zwingend notwendig, findet er: „Das ist das einzige Mittel, um die Ziele festzulegen, wie die Stadt in Zukunft aussehen soll.“ Zweitens will Stockinger besser auf die Finanzen achten. Höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer sollen generiert werden, für die nötigen Grundstücke sei die Änderung des Flächenplans unabdingbar. Die Straßenausbaubeitragssätze will Stockinger von einmaliger Zahlung auf wiederkehrende Beiträge umstellen. Als drittes wichtiges Projekt will Stockinger die Verwaltung bürgernäher aufstellen.

Steckbrief des Brucker OB-Kandidaten Georg Stockinger

  • Partei: Freie Wähler
  • Alter: 56 
  • Beruf: Diplomkaufmann, geschäftsführender Gesellschafter 
  • Seit wann wohnen Sie in Bruck, wo genau und wo sind Sie geboren? Ich wohne seit 1960 hier. Ich bin in Bruck geboren und wohne in Puch. 
  • Familienstand: verheiratet mit Birgit Stockinger (52)
  • Kinder/Enkel: Sohn (27), Tochter (23) 
  • Bisherige politische Karriere:
  • 2008 bis 2014 Kreisrat
  • 2014 bis heute Stadtrat 
  • Hobbys: Standardtanz 
  • Mein Chefsessel im Rathaus sähe so aus: Hauptsächlich muss er bequem sein. 
  • Dienstwagen oder Radl? Pkw, Radl oder zu Fuß 
  • Zu dieser Musik kann ich abschalten: Johann Sebastian Bach
  • An einem freien Tag mache ich am liebsten… nichts. Aber es warten Arbeiten am Haus und im Garten. 
  • Mein Lebensmotto: Höre den Menschen zu und werde Ihnen gerecht!

Das Fürstenfeldbrucker Tagblatt

stellt die Kandidaten für die OB-Wahl am 7. Mai vor. Die Reihenfolge ist alphabetisch.

Hier haben wir alle wichtigen Infos zur OB-Wahl 2017 in Fürstenfeldbruck zusammengestellt.

von Fabian Dilger

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