News-Ticker: Vierter Verdächtiger von der Polizei festgenommen

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Elisabeth Staffler (50) hat im März die 215 nötigen Stimmen für eine Kandidatur gesammelt und will jetzt Oberbürgermeisterin werden. 

Serie: Das Tagblatt stellt die Bürgermeister-Kandidaten vor (4)

Elisabeth Staffler: Die einzige OB-Kandidatin

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Elisabeth Staffler (50) ist die einzige Frau unter den Kandidaten für das Amt des OB. Die Quereinsteigerin ließ sich überraschend von der Gruppierung „Leben in Bruck“ aufstellen. Mit Kommunalpolitik hatte sie bisher wenig am Hut.

Fürstenfeldbruck – Darauf, dass sie als einzige Frau im Herren-Quintett antritt, will sich Staffler nicht reduzieren lassen. Die Motivation für eine Kandidatur habe der Bruckerin ein privates Ereignis gegeben, auf das sie nicht genauer eingehen will. Nur so viel: „Den Anlass gaben persönliche Erlebnisse und die daraus resultierende Betroffenheit, die mir die Kraft und den Willen gab, einen aktiven Beitrag leisten zu wollen.“

Es habe sich um eine Entscheidung gehandelt, die die Stadt durchgeboxt habe. „Deshalb ist mein Ziel, Bruck zu einer fairen und bürgerorientierten Stadt zu machen.“ Sie sagt, in der Stadt müsse es nachvollziehbare Entscheidungswege geben. Staffler verspricht: „Wenn ich Oberbürgermeisterin werde, lege ich Wert auf aktive Kommunikation mit den Bürgern.“ Und: „Wir brauchen eine Kultur der Deeskalation.“

Elisabeth Staffler will den Fürstenfeldbrucker Stadtrat für sich gewinnen

Staffler selbst sehe sich in der Position des OB als Vertreter der Bürgerschaft und der Interessen der Stadt. Ihr erstes Projekt im Amt wäre deshalb, den Stadtrat als entscheidendes Gremium für sich zu gewinnen. „Wir müssen weg von der Partei- und hin zur Sachpolitik“.

Momentan pflegt die gebürtige Bruckerin, die sich früher unter anderem bei den Pfadfindern und beim Kreis-Jugendring engagierte und das Rasso-Gymnasium besuchte, ihre kranke Mutter. Dafür hat sie sich nun Unterstützung gesucht, um Zeit für das Amt zu haben.

Studiert hat sie in London – Biochemie und Management. „Ich hatte mich erst nur für Biochemie entschieden und dann gemerkt, nur im Labor stehen, das ist nichts für mich.“ Mit dem Bachelor of Science in der Tasche graste sie dann große Firmen ab, arbeitet als Coach und Beraterin. Irgendwann dann aber die Wende: „Ich wollte noch etwas anderes machen.“ Das Studium der Medizin – Staffler wollte in die Fachrichtung Psychiatrie gehen – musste sie dann aber wegen der Krankheit ihrer Mutter nach dem 1. Staatsexamen abbrechen.

Tagesmütter in Fürstenfeldbruck stärken

Zwischenzeitlich hielt sie freie Trauer- und Hochzeitszeremonien ab, unter dem Künstlernamen Berg. Was sie als ihre Stärken ansieht? „Ich würde mich als authentisch beschreiben und als jemanden, der sich für andere und Dinge einsetzt. Außerdem lache ich gerne.“ Neben den großen Projekten wolle sie auch kleine anpacken. Beispielsweise zum Thema Kita-Plätze: „Die können wir nicht so schnell schaffen. Aber wir könnten anfangen, Tagesmütter zu stärken.“ Als größten Konkurrenten sieht sie übrigens die CSU. „Die hat hier Heimvorteil“. Bis zur Wahl will sie deshalb noch auf der Straße präsent sein.

Darin, dass die Stadt auf den Wahlzetteln nicht die Fachrichtung ihres akademischen Grades aufgeführt hat, sieht sie weiter einen Nachteil. „Wenn man in der Stadt gewollt hätte, hätte man das unkompliziert ändern können.“ Denn als Staffler bei der Stadt um die Ergänzung gebeten habe, habe man erst mit dem Druck der Zettel begonnen. „Doch auch diese Vorgehensweise zeigt mir wieder, warum ich antreten will.“

Steckbrief der Brucker OB-Kandidatin Elisabeth Staffler

  • Partei: partei-ungebunden, nicht organisierte Wählergruppe „Leben in Bruck Hand-in-Hand“ 
  • Zweiter Vorname: Maria 
  • Alter: 50 Jahre
  • Beruf: Managerin und Beraterin mit Universitätsabschluss in Biochemie und Management der University of London/Imperial College, derzeit pflegende Angehörige. 
  • Seit wann/wo wohnen Sie in Fürstenfeldbruck: Ich wohne und lebe seit meiner Geburt – und jetzt wieder – in Fürstenfeldbruck, Münchner Straße 61. 
  • Familienstand: ledig 
  • Bisherige politische Karriere: Auf Kommunalebene bin ich Quereinsteigerin. 
  • Hobbys: In den vergangenen Jahren kamen die Hobbys etwas zu kurz. Seit 40 Jahren bin ich Mitglied im Alpenverein, ich mag Radltouren, mir Gedanken machen und diese umsetzen, lesen, Musik, Freunde. 
  • Mein Chefsessel im Rathaus sähe so aus: Schlicht, funktionell und praktisch. 
  • Dienstwagen oder Radl? Beides: Fahrrad und Bahn für die kürzeren Strecken und die nicht so hoch-formellen Anlässe – ansonsten gern als Car-Sharing-Variante und möglichst mit Elektromotor. 
  • Zu dieser Musik kann ich abschalten: Je nach Gemütslage und Stimmung unter anderem Cesaria Evora, Pink Floyd und Haindling. 
  • An einem freien Tag mache ich am liebsten… was, wo die Seele baumeln kann, wo ich mit der Schöpfung in Kontakt bin. In jedem Fall etwas, das entschleunigt und frei von Freizeitstress ist.
  • Mein Lebensmotto: Unter anderem „Jeder Tag ist ein Geschenk – auch wenn manche Geschenke gelegentlich anstrengend sein können.

Das Fürstenfeldbrucker Tagblatt

stellt die Kandidaten für die OB-Wahl am 7. Mai vor. Die Reihenfolge ist alphabetisch.

Hier haben wir alle wichtigen Infos zur OB-Wahl 2017 in Fürstenfeldbruck zusammengestellt.

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