Auch in Mammendorf rüstet man sich für die Öffnung des beliebten Freibads. 

Germering/Maisach/Mammendorf/FFB

Öffnung der Freibäder: Viele Fragen offen

In eineinhalb Wochen dürfen auch Freibäder wieder öffnen. Die Verantwortlichen sitzen in den Startlöchern – warten aber noch auf klare Ansagen.

Germering/Mammendorf/Maisach – Germerings OB Andreas Haas ist zuversichtlich, dass das Freibad am 8. Juni öffnen kann. Die zuständigen Stadtwerke und Bäderleiter Gerd Felder haben schon umfangreiche Überlegungen angestellt, um den Betrieb unter Beachtung aller Vorgaben möglich zu machen. Allerdings, so Haas weiter, fehlten derzeit noch die genauen Bedingungen einer Öffnung.

Man habe mit dem Gesundheitsamt Rücksprache gehalten. Aber auch dort sind die Details für die Öffnung noch nicht bekannt. Unter anderem geht es um die Zahl der Besucher, die man einlassen darf. Eine Obergrenze könnte mit Hilfe des bestehenden Zählsystems am Einlass aber leicht kontrolliert werden. Auch die Frage, ob auch das Wellenbecken in Betrieb genommen werden darf, ist nicht beantwortet.

Unabhängig davon hat die Bäderleitung das Problem des Abstandshaltens im Kassenbereich gelöst und Desinfektionsstandorte installiert. Die grundlegenden Vorgaben wurden dem Pandemieplan der deutschen Bädergesellschaft entnommen, den es schon vor Corona-Zeiten gab.

Rein technisch möglich

Rein technisch wäre die Öffnung des Freibades möglich, sagt Haas. Die Becken sind gefüllt, das Wasser werde regelmäßig umgewälzt. Allerdings sollte man in den Tagen bis zum 8. Juni die weitere Entwicklung der Pandemie im Blick haben. Denn eines sei klar: „Die Gesundheit muss immer Vorrang haben.“

Auch das Freibad Mammendorf könne relativ schnell öffnen, sagte ein Sprecher der Kreisbehörde. Freilich hänge das davon ab, wie umfangreich die Vorgaben sein werden. Die angestrebte Wassertemperatur sei dank Solaranlage erreicht. Weil zurzeit wenig Energie im Bad verbraucht wird, erzeuge die Anlage sogar mehr als nötig. „Sobald wir mehr wissen, freuen wir uns auf die Öffnung“, so der Sprecher.

Auch in Maisach ist technisch alles vorbereitet, aber man wartet auf die Vorgaben der Regierung. Am Freitag setzen sich alle Verantwortlichen im Rathaus zusammen, um ein Konzept für die Öffnung zu entwickeln, sagt Bürgermeister Hans Seidl.

Eintrittsbeschränkungen?

Es werde Eintrittsbeschränkungen geben, sowohl was die Dauer des Aufenthalts als auch was die Besucheranzahl betreffe. Saisonkarten werden heuer nicht verkauft, nur Einzeltickets. Damit man diese kontaktlos reservieren und zahlen kann, müsste die Gemeinde in ein Online-Tool investieren. „Das würde uns 8000 Euro kosten“, so Seidl.

Generell müsse man hinterfragen, ob sich der Aufwand lohne. Bäder seien sowieso für alle Kommunen ein Zuschussgeschäft. Durch die Beschränkungen steige das Defizit nun noch weiter. „Vielleicht müssen wir sogar die Eintrittspreise erhöhen.“

Macht es Spaß?

Seidl fragt sich, ob ein so eingeschränktes Freibad-Erlebnis überhaupt noch Anklang in der Bevölkerung finde. Je nach Vorgaben könne es sein, dass man mit Absperrketten im großen Becken Bahnen ziehen und die Schwimmer pro Bahn genau abzählen müsse. „Ich würde mir wünschen, dass das Freibad aufmacht“, sagt der Rathauschef. „Aber die Frage ist, ob es sich lohnt und ob die Besucher Spaß haben.“

In Maisach hatte man überlegt, das Bad geschlossen zu lassen und Bauarbeiten durchzuführen: Denn das große Becken muss komplett erneuert werden. Doch dafür braucht die Gemeinde Fördermittel und muss auf die Zusage der Regierung warten. Ein Baubeginn vor Herbst ist unwahrscheinlich. Also könnte man das Bad auch aufmachen.

In der Fürstenfeldbrucker Amperoase ist alles vorbereitet, es fehlen nur die Vorgaben. Man peile den 13. Juni an, sagt Prokurist Andreas Wohlmann. „Früher schaffen wir es nicht“ (kg/st/zag/imu)

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