1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Fürstenfeldbruck

Zur Seeligsprechung nach Straßburg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ingrid Zeilinger

Kommentare

Anita Beer und Schwester Agnes Krach waren bei der Seeligsprechung von Mutter Alfons Maria Eppinger in Straßburg dabei.
Anita Beer und Schwester Agnes Krach waren bei der Seeligsprechung von Mutter Alfons Maria Eppinger in Straßburg dabei. © Weber

Die Ordensgründerin der Niederbronner Schwestern, Alfons Maria Eppinger, ist selig gesprochen worden. Bei der Zeremonie in Straßburg waren auch Schwestern und Mitarbeiter des Theresianums dabei. Ein bewegendes Erlebnis.

Fürstenfeldbruck – Mutter Alfons Maria Eppinger hat nicht nur den Orden der Niederbronner Schwestern gegründet. Sie steht auch für den Beginn des Wirkens der Ordensfrauen in Fürstenfeldbruck (Kasten). Sie ist das große Vorbild im Haus, nach ihren Prinzipien wurde das Leitbild erstellt. Bei den vier Schwestern, die derzeit im Theresianum wirken, vergeht kein Tag, den sie nicht in Gedanken an ihre Gründerin beginnen. „Wir rufen unsere Mutter Stifterin in jedem Morgengebet an“, erzählt Oberin Schwester Agnes Krach.

Umso größer war die Freude, dass ihre Ordensstifterin nun selig gesprochen wurde. Das Wunder, das dafür nötig ist, geschah im Krankenhaus von Mühlhausen. Dort lag eine Frau mit einem Blinddarmdurchbruch. „Die Ärzte hatten sie schon aufgegeben“, erzählt Schwester Agnes Krach. „Doch die Schwestern beteten für sie und legten eine Reliquie unter ihr Kopfkissen.“ Und tatsächlich wurde die Frau wieder gesund.

Nun machten sich fünf weltliche Mitarbeiter, darunter Geschäftsführer Armin Seefried und Qualitätsmanagerin Anita Beer, fünf Ehrenamtliche, zwei Priester und drei Schwestern auf den Weg zur Seligsprechung im Münster von Straßburg. Die Fahrt organisierten die Nonnen vom Herz-Jesu-Kloster aus München. „Ich bin noch nie in einem Bus mit so vielen Ordensschwestern gefahren“, berichtet Beer. Die Fahrt war gut vorbereitet. Die Gruppe betete und sang, dazu unterhielt man sich über die Ordensstifterin und dichtete Werbeslogans. „Eine einfache Frau, mutig, motivierend und mitreißend, die in kurzer Zeit viel bewegt hat“: So lautete der Spruch von Schwester Agnes Krach und Anita Beer.

Mit einer Eintrittskarte konnten sie der Zeremonie im Münster von Straßburg beiwohnen. 1700 Besucher waren gekommen, weitere standen vor der Kirche, weil sie drinnen keinen Platz mehr fanden. „Ordensschwestern hielten ihre Smartphones hoch“, erzählt Beer. Zuerst gab es eine Einstimmung. Dann zogen 320 Priester und 50 Bischöfe feierlich ein. Zweieinhalb Stunden dauerte der Gottesdienst, in dem Kardinal Angelo Becciu Mutter Alfons Maria selig sprach. Ein überdimensionales Porträt der einfachen Ordensfrau wurde enthüllt. „Sie sah uns mit großen Augen lächelnd an“, erinnert sich Schwester Agnes Krach. „Ich hätte am liebsten geheult.“ Auch Anita Beer spricht von einer bewegenden Zeremonie, als bei der Enthüllung Applaus aufbrandete.

Mehr als 1000 Besucher verfolgten die Zeremonie in Straßburg.
Mehr als 1000 Besucher verfolgten die Zeremonie in Straßburg. © Privat

Beim folgenden Empfang blieb Zeit für Begegnungen und Gespräche. Und dann musste die Reisegruppe schon wieder in den Bus steigen. Doch eine Münchner Ordensschwester fehlte. Sie war vor lauter Ratschen in den falschen Bus gestiegen – natürlich ohne Handy. „Die Oberinnen haben sich zusammen telefoniert, und wir haben sie abgeholt“, erzählt Beer. Um 0.30 Uhr war die Gruppe wieder zurück – müde, aber erfüllt von den Erlebnissen. Man nimmt Energie mit in die Arbeit, darin sind sich alle einig. Und auch die Mitarbeiter sollen mehr von Alfons Maria erfahren.

Bei den Bewohnern im Theresianum ist das Interesse groß. Viele wollten wissen, wie die Reise verlaufen ist. Sie feierten in der Kapelle einen Festgottesdienst für ihre Ordensstifterin. Militärdekan Alfons Hutter zelebrierte ihn – ein Namensvetter. „Er sagte, er hat jetzt zweimal im Jahr Namenstag“, erzählt Schwester Agnes Krach. Ein großes Bild steht noch am Altar, bald soll es neben der Josef-Statue hängen.

Auch interessant

Kommentare