„Gott sei Dank waren nicht so viele Zuschauer in der Halle.“tus-trainer martin wild

TuS

Panther bei Heimpremiere etwas verkatert

Fürstenfeldbruck – Es war ein kleiner Dämpfer für die Handballer des TuS Fürstenfeldbruck. Bei seiner Saisonpremiere vor heimischer Kulisse gegen Mundenheim blieb das Team spielerisch einiges schuldig. Gewonnen wurde trotzdem – und nach dem 28:23 erbeuteten die Panthers sogar Tabellenplatz eins.

Die Ansprüche sind gestiegen beim amtierenden Vizemeister der Ost-Gruppe. Zurück in der Süd-Klassifizierung wurde nicht nur das von der Vorsaison verwöhnte Publikum in der Wittelsbacher Halle unruhig, als der TuS gegen die Mundenheimer einen großen Vorsprung noch zu verspielen drohte. Trotzdem: „Ich hatte eigentlich nie Zweifel, dass wir die Partie gewinnen“, sagte TuS-Trainer Martin Wild hinterher, um jedoch gleich ein großes Aber einzuschieben: „Das war kein Drittliga-Niveau. Von niemandem auf dem Parkett“, sprach er nach dem 28:23 (16:9) Klartext. Und fügte im Hinblick auf mögliche Negativ-Effekte in der Außendarstellung hinzu: „Gott sei Dank waren nicht so viele Zuschauer in der Halle.“ Knapp 500 haben die etwas verkaterte Heimpremiere der Panther trotzdem gesehen.

Dabei schien den verletzungsgeplagten Gästen – Kosename: Hornissen – schnell der Stachel gezogen. Schnell zogen Brucks Panther in der ersten Viertelstunde auf 10:3 davon. „Das ging vermutlich zu einfach“, sagte Wild. Anders lässt es sich wohl auch kaum erklären, dass seine Schützlinge danach viel zu nachlässig agierten.

Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit schossen die Hausherren eine Fahrkarte nach der nächsten. Das Match hätte bereits zu diesem Zeitpunkt längst entschieden sein müssen. Irgendwann merkten auch die Gäste aus der Pfalz, dass sie durchaus eine Chance haben. Mit fünf Toren in Folge verkürzten sie auf 21:23 und eine Wende schien nicht mehr ausgeschlossen. „Großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir sind hier aufgrund unserer Probleme nicht mit der Erwartung hergefahren, etwas mitnehmen zu können. In der zweiten Halbzeit wollten sie uns aus der Halle schießen, das haben wir sehr gut verhindert“, sagte VTV-Coach Patrick Horlacher, der nur mit den zahlreichen Ballverlusten in der ersten Hälfte unzufrieden war. „Da haben wir es dem Gegner zu leicht gemacht“, resümierte er.

Immerhin rissen sich die Panther in der Schlussphase wieder am Riemen. Mit zwei Toren in Folge zum 25:21 stoppte Linksaußen Sebastian Scovenna die beängstigende Aufholjagd der Mundenheimer. Am Ende reichte der Erfolg mit fünf Toren Unterschied sogar zum Sprung auf Platz eins in der 3. Liga Süd. Um am kommenden Samstag beim Tabellenzweiten in Pfullingen zu bestehen, wird jedoch ein anderes Auftreten nötig sein.

„Es hat hinten wie vorne nichts zusammengepasst. Den Sieg hatten wir nur unseren starken sieben Minuten in der ersten Halbzeit zu verdanken“, analysierte Wild knallhart. Im Angriff enttäuschte vor allem der beim Auftakterfolg in Hochdorf noch so starke Rückraum. Dabei hatte Johannes Stumpf mit drei Treffern sehr gut in die Begegnung gefunden. Er ging jedoch danach leer aus. Sebastian Meinzer, zum Start in Hochdorf 13-mal erfolgreich, verbuchte diesmal lediglich fünf Tore, darunter ein Siebenmeter. (Tobias Huber)

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