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Thomas Lutzeier

Kandidatur

Parteifreier geht ins Rennen um die OB-Kandidatur

 In Zeiten sozialer Medien gibt es ungewöhnliche Wege zur OB-Kandidatur. Thomas Lutzeier ist ein Beispiel dafür: Die Wählergruppe „Mehr für Bruck“ – extra für die OB-Wahl gegründet – hat den 55-Jährigen nun zum Kandidaten aufgestellt. 

Fürstenfeldbruck – Lutzeiers Kandidatur ist sicher eine der ungewöhnlicheren: Der ehemalige Stadtrat wurde im sozialen Netzwerk Facebook gefragt, ob er nicht kandidieren wolle. In einer Facebook-Gruppe, die Lutzeier selbst verwaltet, entstand die Idee. 

Um die Kandidatur offiziell zu machen, haben sich Lutzeiers Unterstützer zu einer Wählergruppe konstituiert und den früheren Grünen als Anwärter für das Rathaus aufgestellt. Der „Facebook-Kandidat“ will aber eins auf keinen Fall sein: „Ich bin kein Spaßkandidat“, sagte er bei seiner Aufstellungsversammlung. Dass er keiner Partei angehört, ist für ihn ein Vorteil bei der Suche nach Mehrheiten im Stadtrat. „Ich könnte moderieren“, sagte Lutzeier. 

Er sei schon als Gymnasiast politisch engagiert gewesen. Außerdem sei seine familiäre Verwurzelung in der Großen Kreisstadt ein Hauptgrund für die Kandidatur. Seinen Wahlkampf will der IT-Berater unter drei Attribute stellen: Herz, Erfahrung und Perspektive. Das Herz stehe für seine Verbundenheit mit Fürstenfeldbruck, die Erfahrung bringe er als ehemaliger Stadtrat mit und mit einem neuen Oberbürgermeister Lutzeier sei auch die Perspektive gegeben, sagte er. „Ich darf noch zweimal kandidieren. Es sind andere dabei, die dürfen das nicht.“

 Lutzeier sprach sich bei seiner Vorstellung für Änderungen bei der Gewerbesteuer in Fürstenfeldbruck aus. Er will diese senken, um damit Firmen einen Anreiz für eine Ansiedlung zu geben. Er kritisierte Container-Unterbringungen an Kindergärten und Schulen, außerdem ist er gegen den Bau des sechsgruppigen Kinderhauses im Kester-Haeusler-Park. Ein weiteres Ziel: Wieder engere Beziehungen zu den Partnerstädten von Fürstenfeldbruck unterhalten. Das sei zuletzt eingeschlafen, sagte er. Er war früher selbst Referent für Partnerstädte im Stadtrat, außerdem wohnt seine Ehefrau in der italienischen Partnerstadt Cerveteri. 

Nachdem alle 15 Wahlberechtigten, die bei der Aufstellungsversammlung anwesend waren, sich für Lutzeier als OB-Kandidaten ausgesprochen hatten, muss seine Kandidatur noch eine weitere Hürde nehmen. Bevor Lutzeier im Mai auf dem Wahlzettel stehen kann, müssen 215 weitere Bürger bis Ende März für ihn im Rathaus unterschreiben. Das ist notwendig, da Thomas Lutzeier keiner Gruppierung angehört, die bereits im Stadtrat sitzt. Der Kandidat ist sich sicher, dass das kein Selbstläufer wird: „Das wird eine harte Nummer.“ (fd)

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