Die Stadt Germering hat bereits Pfandringe installiert.

Müllvermeidung

Pfandringe bald auch in Bruck

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Die Stadt führt Pfandringe ein. Nach einem Antrag des Stadtjugendrats soll ein Versuch mit zehn Stück gestartet werden.

Fürstenfeldbruck – Gröbenzell hatte sie zuerst, Germering hat sie inzwischen auch: Pfandringe an Mülleimern, in die Flaschen gesteckt werden können. Denn oft landen diese einfach im Restmüll. Der Stadtjugendrat hat das Thema aufgegriffen. In einem Antrag fordert er mindestens zehn Pfandringe an zentralen Stellen wie Schulen, Bahnhöfen, dem Geschwister-Scholl-Platz und Marktplatz.

Ein Ring kostete 250 Euro

Da das Pfand nur gering sei, sei die Hemmschwelle, Flaschen und Dosen wegzuwerfen, niedrig. Es gebe viele Menschen, die Pfandflaschen sammeln würden. „Diese müssen sie unter menschen- unwürdigen Bedingungen neben Speiseresten und Scherben aus den Mülleimern greifen“, heißt es seitens des Jugendrats. Der Pfandring löse das Problem: Die Flaschen werden rund um den Mülleimer in die Halter gesteckt, die Sammler können sie leicht herausziehen. Zudem werde unnötiger Müll vermieden. Ein Pfandring kostet rund 250 Euro.

Nachhaltigkeit

Bei der Stadt liefen die Jugendlichen offene Türen ein. Die Idee passe gut zum Projekt „Nachhaltig Leben in Fürstenfeldbruck“, heißt es aus der Verwaltung. Pfandringe seien eine nette und schnell umsetzbare Idee. Der Start des Projekts könnte im Jahr 2020 sein. „Ich danke dem Stadtjugendrat für die Idee, sie ist gut ausgearbeitet“, meinte OB Erich Raff (CSU). „Wir sollten es an ausgewählten Stellen testen.“

Jugendreferent Florian Weber (Die Partei/Bruck mit Zukunft) regte an, auch an den kleinen Wertstoffhöfen Pfandringe anzubringen. Dafür muss jedoch erst mit dem Landkreis gesprochen werden, da dieser für die Wertstoffhöfe zuständig ist.

Vielleicht noch mehr

Nachdem es von umliegenden Kommunen keine Erfahrungswerte zum Erfolg der Pfandringe gibt, schlug die Verwaltung vor, diese ein Jahr auf Probe anzubringen. Dem schloss sich der Stadtrat einstimmig an. Gabriele Fröhlich (SPD) wollte die Probephase auf zwei bis drei Jahre ausdehnen, fand aber keine Mitstreiter.

„Wir freuen uns“, meinte die Vize-Vorsitzende des Stadtjugendrats, Bianca Aßmus. Man wolle mindestens zehn, mehr wären noch besser. Sollten die Pfandringe gut angenommen werden, könne man aufstocken und überlegen, wo sie im Stadtgebiet noch sinnvoll sind, kündigte Raff an.

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