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Festgottesdienst

Pfarrer von Welt in der Erlöserkirche

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„Sie sind ein Pfarrer, den wir brauchen“: Mit diesen Worten begrüßte Dekan Stefan Reimers den neuen Pfarrer der Erlöserkirche und Nachfolger von Niclas Willam-Singer, Valentin Wendebourg. 

Fürstenfeldbruck – Am Palmsonntag fand der Festgottesdienst für den neuen Gottesmann statt. Zu den Feierlichkeiten kamen nicht nur Familie und Freunde, auch Oberbürgermeister Erich Raff erwies Wendebourg die Ehre.

Valentin Wendebourg ist neuer Pfarrerin der Erlöserkirche

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich zahlreiche Besucher in der Erlöserkirche in Fürstenfeldbruck ein, um ihren neuen Pfarrer willkommen zu heißen. Zur musikalischen Begleitung des Posaunenchors zog Valentin Wendebourg an der Seite seiner zukünftigen Kollegen Dekan Stefan Reimers und Pfarrerin Sigrid Schott-Breit in das Gotteshaus ein. Auch sein Vater – der ebenfalls Pfarrer ist und seine Gemeinde in Unterschleißheim hat – war an diesem besonderen Tag dabei.

Das Thema des Tages war aber nicht nur die Einführung, sondern auch der Beginn der Kar-Woche und der Palmsonntag. Und so verglich Dekan Reimers den Einzug des neuen Pfarrers mit dem Jesu Christi in Jerusalem. Doch für Jesus war es die letzte Reise und für den gerade erst 32-jährigen Kirchenmann geht sie gerade erst los. Und so wie der Sohn Gottes auf die unterschiedlichen Menschen zugegangen war, soll auch Wendebourg auf die Menschen in seiner Gemeinde zugehen, sagte Reimers.

Der gebürtige Sollner hat schon viel von der Welt gesehen. So war er bereits in Japan und hat sich dort wissenschaftlich mit der fremden Kultur und Religion auseinandergesetzt. Später ging er für sein Dekanat nach Berlin. „Genau heute vor einem Jahr habe ich in Berlin meine Ordination erhalten“, erzählte Wendebourg. Darüber hinaus war er vor kurzer Zeit in Brüssel, im Schaltzentrum der europäischen Politik. „Was soll Sie also noch beeindrucken“, sagte Dekan Reimers ironisch an seinen neuen Kollegen gerichtet.

Aber den 32-Jährigen plagt dennoch nicht das Fernweh, denn später in seiner Predigt sagte er, er habe die Welt nach Fürstenfeldbruck geholt. Dass das nicht nur metaphorisch gemeint war, konnten seine Schäfchen auf den vielen Bildern sehen, die der Pastor von den zahlreichen Gottesdiensten, die er weltweit besuchte, aufgehängt hatte. Und so will er auch diesen besonderen Tag mit allen anderen Gläubigen – ob in irgendeinem Hinterzimmer oder in einer Mega-Kirche mit über 1000 Besuchern – zusammen feiern.

Anschließend erzählte er noch von seiner Zeit in Berlin und wie er trotz der teilweise schwierigen Umstände seinen Glauben nicht verlor. Er arbeitete dort in der Bahnhofsmission und hatte mit den verschiedensten Menschen zu tun, aber auch mit Gewalt, Dreck und Leid. Trotz der fast täglichen Beschimpfungen und der Übelkeit aufgrund des Gestanks, zog er immer wieder Kraft aus den ruhigen Momenten vor der Öffnung der Suppenküche. Dort beteten er und die anderen freiwilligen Helfer für alle Bedürftigen da draußen – und diese Momente gaben ihm den nötigen Rückhalt, weiterzumachen.

Bevor Wendebourg dann seine neue Gemeinde in den Sonntagnachmittag und zum Empfang in den Gemeindesaal entließ, beging er gemeinsam mit den Gläubigen noch das Abendmahl. Alt und jung machte sich auf, die Hostie vom neuen Pfarrer zu empfangen. Zuletzt wurde Wendebourg dann noch in die Mitte des Chors gerufen, um mit den Sängern den Gospel-Klassiker „Amen“ zu singen. Unter lautstarkem Klatschen und mit singenden Schäfchen ging der Festgottesdienst zu Ende.

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