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Ganze Straßenzüge leer geräumt

Plakate beschmiert: AfD setzt 20.000 Euro Prämie aus

Die SPD in Gröbenzell hatte erst unlängst berichtet, dass viele ihrer Wahlplakate zerstört werden, nun meldet dies auch die Kreis-AfD. Die Verantwortlichen haben eine Belohnung ausgesetzt.

Fürstenfeldbruck/Dachau – Speziell in Dachau, aber auch im Kreis Bruck seien 70 bis 80 Prozent der Plakate zerstört worden oder schlicht verschwunden, berichtet der AfD-Kreisverband. In Esting beispielsweise seien von bis zu 40 Plakaten in einem Straßenzug gerade noch einmal drei vorhanden, schildert der Direkt-Kandidat für die Bundestagswahl, Florian Jäger aus Olching, auf Nachfrage. Die Partei habe bei der Polizei Anzeige erstattet. Der Bezirksverband habe außerdem 20.000 Euro zur Verfügung gestellt, die als Erfolgs-Prämie für Hinweise auf Plakat-Vandalen ausbezahlt werden sollen.

Die AfD richtet ihren Aufmerksamkeitsappell vor allem an Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen, mit denen sie an neuralgischen Punkten bereits zusammenarbeite, wie Jäger sagte. Der Kreisverband werde Security-Mitarbeitern je einen Betrag von 400 Euro für jeden überstellten Straftäter auszahlen, heißt es in der Mitteilung. Er wolle nicht, dass die Bevölkerung auf einander losgehe, daher setze man auf Profis, erklärt Jäger. „Wir sind ja nicht im wilden Westen.“ Der Kreisverband will auch von jedem Täter Schadenersatz fordern. Jäger vermutet, dass sich der Plakat-Vandalismus ganz gezielt gegen die AfD richtet. 

Zuletzt hatte auch die SPD Anzeige wegen verschmierter Plakate erstattet, jedoch ohne eine Belohnung auszusetzen. Das Vandalismus-Problem kennt man auch bei der CSU, wenn vielleicht auch nicht in dem Maße wie bei der AfD. Betroffene Plakate würden ersetzt, sagt Direktkandidatin Katrin Staffler auf Nachfrage. Sie verurteilt den Plakat-Vandalismus ganz allgemein. In einer Demokratie müsse es möglich sein, Wahlwerbung zu machen.

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