+
Auch 30er-Zonen schließen die Planer nicht aus. 

Verkehrssteuerung

Planer wollen 30er-Zonen und Parkverbot

  • schließen

Fürstenfeldbruck –30er-Zonen, Parkgebühren, weniger Stellplätze am Bahnhof: Das stellen sich zwei Stadtplaner für Bruck vor. Ihrer Meinung nach würden davon alle Bürger profitieren.

 Es ist ein sperriges Wort, das schon seit Monaten durch den Landkreis geistert: Struktur- und Potenzialanalyse. Am Ende sollen die Kommunen einen Wegweiser für die zukünftige Entwicklung der Region an die Hand bekommen. Planer Andreas Garkisch stellte in diesem Zuge dem Brucker Stadtrat die konkreten Ideen für die Große Kreisstadt vor.

Potenzial sieht Garkisch in dem Gebiet rund um die S-Bahnstation Fürstenfeldbruck. „Vor allem rund um diese Region könnte sich die Stadt weiterentwickeln.“ Am Fliegerhorstareal – das nach dem Wegzug der Bundeswehr ein eigener Stadtteil werden soll – sei positiv, dass es viele Flächen und Handlungsmöglichkeiten gebe. Allerdings: Das Gebiet ist schlecht angebunden.

Allgemein fehle dem ÖPNV oft die Zuverlässigkeit, so der Schweizer Experte Benjamin Stadler. Auch das Rad- und Fußwegenetz sei lückenhaft, Schnellrouten nach München fehlten. Generell, so Stadler, müsse man mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen. Und da reichten die reinen Pull-Faktoren, sprich die, die die Bürger locken (Park- and-Ride-Plätze, Aufwertung der Zentren) nicht aus. Vielmehr müsse man die Einwohner zu ihrem Glück zwingen.

Konkret sprach Stadler von so genannten Push-Faktoren: Beispielsweise könnten die Parkplätze in Bruck reduziert werden. Auch die Dauer, in der geparkt werden darf, solle sinken. Diese Maßnahme mache zu Fuß gehen und mit dem Rad fahren nicht nur attraktiver. Auch die Geschäfte würden davon profitieren, da an einem Tag mehr Einkäufer an einem Ort ihr Auto abstellen könnten. Auch eine Anhebung der Parkgebühren schloss Stadler bei diesem Thema nicht aus.

Der Experte stellte außerdem dar, dass am Brucker Bahnhof kein Park-and-Ride-Platz nötig sei. Die Bahnkunden sollten sich eher schneller verabschieden. Den Bahnhof an sich könne man zu einem kleinen Zentrum mit Cafés, Sitzplätzen und verkehrsberuhigter Zone ausbauen.

Schon eher sah Stadler den Park-and-Ride-Platz am S-Bahnhof Buchenau verortet. Denn dort gebe es auch schon eine Tiefgarage. Doch was ist mit der Innenstadt? Eine Umfahrung sieht Stadtler generell kritisch. Es sei keine nachhaltige Lösung. Vielmehr setzt er auf 30er-Zonen. Hier fließe der Verkehr zwar langsamer, aber dafür kontinuierlich.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vermisste Malina: Sie sendete ihren Standort noch per WhatsApp
Regensburg - Der Fall der vermissten Studentin Malina Klaar aus dem Raum Fürstenfeldbruck bleibt mysteriös. Freunde, Verwandte und die Polizei suchen nach ihr - bislang …
Vermisste Malina: Sie sendete ihren Standort noch per WhatsApp
So will Malinas Vater potenzielle Mitwisser unter Druck setzen
Regensburg - Seit mehr als einer Woche fehlt von der Studentin Malina Klaar jede Spur. Nun startet ihr verzweifelter Vater eine eigene Suchaktion - mit einem bestimmten …
So will Malinas Vater potenzielle Mitwisser unter Druck setzen
OB-Wahl in Fürstenfeldbruck: In letzter Sekunde auf die Kandidatenliste
Zwei Kandidaten haben es geschafft, einer nicht: Florian Weber (30, Die Partei) und Elisabeth Staffler (50, Leben in Bruck) dürfen bei der OB-Wahl als Kandidaten …
OB-Wahl in Fürstenfeldbruck: In letzter Sekunde auf die Kandidatenliste
Mia Sophie aus Fürstenfeldbruck
Regina Rauchmann und Roland Tränkl aus Fürstenfeldbruck freuen sich über die Geburt von Töchterlein Mia Sophie. Bei ihrer Geburt wog das zarte Mäderl 2250 Gramm und war …
Mia Sophie aus Fürstenfeldbruck

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare