Polizei testet "Body-Cams"
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Auch Polizisten in der Region Fürstenfeldbruck haben jetzt Body-Cams.

Auch in Germering und Olching

Auch die Polizei in der Region kann ihre Einsätze jetzt per Video festhalten

Auch die Germeringer Polizei ist seit Kurzem mit Bodycams ausgestattet. Das sind spezielle Kameras, die die Beamten direkt am Körper tragen, um Einsätze zu filmen.

Fürstenfeldbruck – Die Germeringer Inspektion erhielt insgesamt vier der bayernweit 1400 Geräte. Sie sind ausschließlich im uniformierten Streifendienst im Einsatz. Die leuchtend gelben Kameras fallen dem Gegenüber sofort auf, wie Germerings Polizeisprecher Andreas Ruch erklärt. Sie werden an einer Schlaufe unterhalb der Schulter auf der blauen Schussweste befestigt. Die Kameras tragen den Schriftzug „Video, Audio“.

Wie aber werden die Kameras betrieben?: Im Standby-Betrieb leuchtet ein grünes Licht. Das bedeutet, dass die Kamera aufnimmt, aber die Aufnahme nicht dauerhaft speichert.

Wird die Kamera eingeschaltet, leuchtet das Licht rot. Dann sind auch die letzten 30 Sekunden des Standby-Betriebs gespeichert. Diese „Pre-Recording-Funktion“ soll später etwa bei Gericht erklären, was der Auslöser für die Aufnahme war.

Polizisten wurden geschult

Im Oktober wurden die Schulungen bei der Germeringer Inspektion in den fünf Dienstgruppen der Schichtbeamten durchgeführt, sodass nunmehr alle Polizisten berechtigt sind, die Kameras zu führen. Prinzipiell ist der Einsatz der Bodycam jedem Beamten freigestellt. Das heißt: Jeder Beamte darf selber entscheiden, ob er eine Kamera mitführt oder nicht.

Der Einsatz der Bodycam wird dem Gegenüber immer angekündigt. Das Filmen soll ein zusätzliches Einsatzinstrument darstellen, so die Polizei. Wenn die Kommunikation alleine nicht fruchte, sei das Filmen eine Zwischenstufe, bevor unmittelbarer Zwang anstehe.

Die Erfahrungen in den Pilotdienststellen in München, Rosenheim und Würzburg hätten gezeigt, dass von den Kameras oftmals eine gewisse deeskalierende Wirkung ausgeht. Zudem versetze die Körper-Kamera die Polizei in die Lage, Geschehnisse gerichtsverwertbar zu dokumentieren und auch den Gegenbeweis gegen unberechtigte Vorwürfe liefern zu können.

Sichtung durch Vorgesetzte

Aufnahmen von Einsätzen werden von der Kamera über eine sogenannte Dockingstation auf einen Server übertragen und nach 21 Tagen automatisch gelöscht. Nur bei strafbarem Verhalten oder im Falle von Beschwerdefällen werden Aufnahmen nach Sichtung durch die Vorgesetzten auf CD als Beweismittel für ein Ermittlungsverfahren gebrannt. Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Germering liegt die Stadt selbst, aber auch Gilching, Puchheim, Eichenau und Alling. Die Olchinger Polizei hat ebenfalls bereits Bodycams. In Bruck werden sie in Kürze erwartet.  st

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