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Die Poller am Geschwister-Scho ll-Platz sind defekt. Sie sollen eigentlich verhindern, dass Unbefugte mit dem Auto in den Fußgängerbereich fahren. 

Am Geschwister-Scholl-Platz in Bruck

Poller sollen Bürger vor Angriffen schützen

Bieten Poller Schutz vor möglichen Angriffen? Mit diesem Hintergedanken jedenfalls wollte die BBV eine zweite solche Anlage auf dem Geschwister-Scholl-Platz installieren. Jetzt sollen erst einmal die alten Poller gerichtet werden – das kostet 30 000 Euro.

Fürstenfeldbruck – Auf dem Geschwister-Scholl-Platz gibt es schon eine Poller-Anlage im Bereich des südlichen Zugangs vor dem Scala-Kino. Diese wurde 2009 installiert, damit Autos nicht einfach über den Platz rasen können.

Seit mehreren Monaten ist die Anlage aber defekt. Laut Rathausverwaltung ist vor allem der häufige Betrieb ein Problem und sorgte für viele Wartungsarbeiten sowie den jetzigen Stillstand. Denn jedes Mal, wenn ein Bus einfährt, müssen die Stangen herunterfahren. Das geht per Fernbedienung. Vor einigen Jahren sei das machbar gewesen. Mittlerweile müsse man bei vier Buslinien alle sechs Minuten ein- und wieder ausfahren, so die Verwaltung.

Stadtrat Willi Dräxler (BBV) hatte nun im Namen seiner Fraktion die Reparatur der alten und eine zusätzliche zweite Anlage beantragt. Diese solle auf der anderen, nördlichen Seite des Geschwister-Scholl-Platzes installiert werden. „Sie würde zumindest einen deutlich besseren Schutz gegen eventuelle Attacken mit größeren Verkehrsmitteln bieten“, so Dräxler. Beim Faschingstreiben heuer im Februar musste der Platz bereits mit Lkw gesichert werden.

Technisch ist der Bau einer Anlage mit Stopp-Wirkung gegen Lkw auf dem Platz aber nicht möglich, so die Verwaltung. Denn dazu gibt es gar nicht mehr den notwendigen Platz im Erdboden, weil dort Wasser-, Strom- und Gasleitungen verlegt sind. Außerdem könnte ein möglicher Attentäter zum Beispiel einfach auf die Bahnunterführung ausweichen.

Auch die Stadtrats-Kollegen waren über den Antrag wenig erbaut. Axel Lämmle (SPD) urteilte in seiner letzten Sitzung des Verkehrsausschusses, dieses Ansinnen sei „bescheuerter Aktionismus“. Alle Sicherheitsmaßnahmen bei größeren Veranstaltungen, wie Lkw an den Zufahrten, seien Augenwischerei. Ein Attentat lasse sich dadurch nicht verhindern, so Lämmle. „Nicht die Terroristen machen unsere Freiheit kaputt, sondern wir selber.“

Auch wenn keine neuen Poller kommen – zumindest die alten werden repariert. Denn seitdem dort kein Hindernis mehr steht, fahren immer mehr Pkw durch den Fußgängerbereich. „Wenn die Poller weg sind, fährt ganz Bruck durch“, so Hans Schilling (CSU). Die Reparatur kostet 30 000 Euro. Weitere Punkte, welche Dräxler angeregt hatte, werden zusätzlich umgesetzt: So wird der Zugang zur S-Bahn für Ortsfremde besser ausgeschildert und es wird ein Straßenschild am Kreisverkehr angebracht. (fd)

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