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Als Geister stehen der Polizist Stelzl (gespielt von Florian Haas) und der Schreiner Bömmerl (gespielt von Markus Droth) in der Wohnung. Sie wollen Erbschleichern das Handwerk legen, um dann in den Himmel zu kommen.

Beim Stefflwirt in Biburg

Premiere des Frühjahrsstücks: Brucker Brett’l himmlisch gut

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Schon der Engel Aloisius musste eine Aufgabe erfüllen, um in den Himmel zu kommen. So geht es auch einem verstorbenen Polizisten beim Brucker Brett’l. Im Stück „Da Himme wart net“ bekommt er es mit einem störrischen Schreiner zu tun und muss auch noch ein Verbrechen verhindern.

Fürstenfeldbruck– Das Frühlingsstück des Brucker Brett’ls „Da Himme wart net“ feierte eine fulminante Premiere. Geschrieben wurde die „Geist-reiche Komödie“ – wie sie das Brett’l selbst nennt – von Markus Scheble und Sebastian Kolb. Alle drei Akte spielen in einem typisch spießigen Wohnzimmer mit Eichenschrankwand und Blumenportraits an der Wand. Doch trotz der überschaubaren Requisiten überzeugt das Stück mit Gefühl, Humor und großartigen Schauspielern.

Im Zentrum der Geschichte steht der kürzlich verstorbene Polizist Stelzl (Florian Haas), der im Wartezimmer des Himmels sitzt und ins Paradies gelassen werden möchte. Und wie sein berühmter Vorgänger aus dem Münchner im Himmel, der Engel Aloisius, kann er das Grantln nicht lassen. „Das untätige Rumsitzen liegt mir nicht, ich bin doch Beamter“, mosert er vor sich hin.

Doch dann bekommt er endlich eine vermeintlich leichte Aufgabe zugeteilt: Er muss seinen alten Schulkammeraden, den Schreiner Bömmerl (Markus Droth), innerhalb von 24 Stunden in den Himmel bringen. Der ist ebenfalls verstorben und geistert noch in seiner Wohnung herum. Leichter gesagt, als getan. Denn Stelzl hat mit dem Geist des Schreinermeisters seine liebe Not. Der störrische Handwerker will nämlich erst in den Himmel gehen, wenn er die Zukunft seiner Tochter Anna (Tami Figl) gesichert sieht. Doch sein erbschleichender Vetter (Markus Terpoorten) und seine Frau (Heike Limmer) haben sich schon in seinem Haus breit gemacht und suchen krampfhaft nach Dingen, die sie versilbern können. Ob die beiden Geister Stelzl und Bömmerl die „scheinheiligen Pharisäer“ vertreiben können und was eine Flasche Vogelbeerschnaps sowie Fahrradhelme mit Aluminiumfolien-Antennen zur Lösung des Problems beitragen, das erfahren die Zuschauer im Verlauf des Stücks.

Der Dreiakter ist ein kurzweiliges Vergnügen und kann vor allem mit seinen zwei Hauptdarstellern überzeugen. Haas spielt den zwar klischeehaften aber immer wieder lustigen bayerischen Grantler mit Bravour und Droths Schreiner Bömmerl wirkt zwar zuerst etwas träge und schwer von Begriff, doch man merkt schnell, er hat das Herz am rechten Fleck. Zu einem runden Stück tragen auch noch die originellen Nebenrollen wie die Kitschroman-liebende Haushälterin Finni (Barbara Stiglmaier) und der ehrliche aber etwas einfältige Geselle Emmeran (Christian Grabaum) bei. Ein weiterer Höhepunkt ist die Darbietung der „Himbeergeist“-Resi gespielt von Petra Engelhardt. Sie kann mit Toten reden, was zu der einen oder anderen kuriosen Situation führt und bei manchen Zuschauern sogar Lachkrämpfe auslöste.

Alles in Allem hat das Brett’l wieder eine großartige Inszenierung auf die Bühne gebracht. Das Ensemble ist gut gewählt und spielt souverän. Neben vielen lustigen Situationen schafft es das Stück nie lächerlich und in den ernsteren Momenten authentisch zu sein. Also auf nach Biburg zur Geisterstunde.

Aufführungen

im Stefflwirt in Biburg sind bis einschließlich 22. April jeweils freitags, samstags (jeweils 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr) und sonntags (19 Uhr, Einlass 17 Uhr). Karten für zehn Euro gibt es auf www.bruckerbrettl. de und unter der Telefonnummer (01 76) 64 62 27 82.

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