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Die Einmündung der Langbehnstraße zur B2.

Bürgerversammlung

Mehrheit bei Bürgerversammlung will Langbehnstraße behalten

Die Pucher Langbehnstraße stand im Mittelpunkt der Diskussionen bei der Bürgerversammlung des Stadtteils. Der Straßenname spielte dabei ebenso eine Rolle wie die unfallträchtige Einmündung in die B 2.

Puch – In Vertretung des im Skiurlaub in Österreich weilenden OB Erich Raff (CSU) begrüßte Vize-Bürgermeister Christian Götz (BBV) rund 35 Pucher im Gemeinschaftshaus an der Kaisersäule. Das Gros der Anwesenden sprach sich dabei für die Beibehaltung des Namens der Langbehnstraße aus. Einer der Befürworter, die sich zu Wort meldeten, war Gernot Bayreuther. Er wohnt an der Straße, die seit 1969 nach dem antisemitischen Schriftsteller Julius Langbehn benannt ist. Bayreuther hofft, dass sich bei der Entscheidung am 24. April im Stadtrat eine Mehrheit für die Beibehaltung des Namens findet.

Als ominös bezeichnete Bayreuther dabei die Online-Abfrage der Stadt. Da habe es eine Zeile für neue Vorschläge, aber keine für die Beibehaltung des Namens gegeben. Dennoch plädierten von bei den 264 Rücksendern 180 für die Beibehaltung des Straßennamens.

Breiten Raum nahm auch die Diskussion um die unfallträchtige Einmündung der Langbehnstraße in die B 2 ein. Allein vier Personen könnte er sofort benennen, die in jüngster Vergangenheit dort einen Unfall hatten, rief ein Zuhörer in den Raum.

Es habe inzwischen eine Ortsbesichtigung stattgefunden, beschwichtigte Götz die Gemüter. Durch die hohe Grundstücksmauer sei den Radlfahrern die Sicht in die Langbehnstraße ebenso versperrt wie den Autofahrern, die aus der Langbehnstraße ausfahren wollen. Dazu suggerierten die Radwegmarkierungen den Fahrradfahrer zusätzlich, dass sie Vorfahrt hätten.

Um die Situation zu entschärfen, werden die Markierungen verschwinden, versprach Götz. Außerdem werde ein Vorfahrtsschild aufgestellt und ein dickes Piktogramm auf den Radweg gemalt.

Als Vize-Bürgermeister Götz die Frage einer Bürgerin über den Stand der Sanierung der Langbehnstraße damit beantwortete, dass die Maßnahme wegen der fraglichen Finanzierung vorerst gestorben sei, meldete sich SPD-Stadtrat Uli Schmetz zu Wort. Die Antwort überrasche ihn sehr, sagte. Seiner Ansicht nach sollten die Kosten doch zur Hälfte der Freistaat, zur Hälfte die Stadt tragen. Das sei aber nicht sicher, erwiderte Götz.

Die Frage eines Bürgers zum geplanten Kreisverkehr an der Kaisersäule konnte Götz lediglich mitteilen, dass die Planungen seit 2016 wegen des Streits mit dem Denkmalschutz nicht weitergegangen seien.

Eine Bürgerin hielt es für überlegenswert, ob Puch nicht einen eigenen Kindergarten erhalten sollte. Bisher müssen die Kleinen nach Aich gebracht werden. Götz stimmte ihr zu. Eine eigene Betreuungseinrichtung für Puch könne er sich durchausvorstellen. Wenn die Kinderzahl stimme, so Götz, dann könne man so etwas schon auf den Weg bringen.

Dieselbe Frau beschwerte sich dann über den Verkehr in der Kaiser-Ludwig-Straße. Diese verfüge über keinen Gehweg. Trotz einer 30-Zone rasten die Autos hier duch – die meisten hätten ihrer Beobachtung zufolge eine Landsberger Nummer. Sie vermutet deswegen, dass es sich um Angehörige der Landwirtschaftsschule handelt.

Götz schlug vor, ein Verkehrs-Smiley aufzustellen oder an die Schulleitung heranzutreten, um die Schüler zu sensibilisieren. Schmetz meinte, die Raser seien nicht die Schüler, sondern die Besucher des Grünen Zentrums. Daher müsse man die Amtsleitung ansprechen.

Die Stadt überlege, ob man nicht ganz Puch zur Tempo-30-Zone machen soll, teilte Brigit Throm von der Stadtverwaltung unter dem Beifall der Zuhörer mit. Altlandrat Gottfried Grimm schlug eine Geschwindigkeitskontrolle in der Kaiser-Ludwig-Straße vor mit einem anschließenden großen Schild: „Wir haben schon fünf erwischt, wollen Sie der Sechste sein?“ (Dieter Metzler)

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