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Ein Schlagring.

Fürstenfeldbruck

Rache: Brüder überfallen Frau

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Gewalt, Drohungen, Kinderpornographie, Drogen und schwerer Raub: Die Anklage gegen drei Männer aus Fürstenfeldbruck am Landgericht München II hatte es in sich.

Fürstenfeldbruck –  Zu Prozessauftakt zeigten sich die Männer geständig. Ihre Taten konnten sie sich allerdings nicht erklären. Jedenfalls taten sie sich schwer, die Vorwürfe einzuräumen.

Da gab es im Dezember 2018 eine Vergewaltigung: „Ja...keine Ahnung“, versuchte sich der 26-jährige Landschaftsgärtner herauszureden. „Es wird schon stimmen, was sie gesagt hatte.“ „Das hört sich nicht nach Geständnis an“, mahnte ihn der Richter. „Ich habe für eine Woche in der Wohnung gelebt. Wir haben uns sexuell berührt“, so der Mann. In einem Handy-Chat soll er behauptet haben, dass nichts gewesen sei.

Beim Drogenbesitz tat er sich schon leichter. Doch die kinderpornografischen Bilder waren ihm im Januar 2019 angeblich irgendwie aufs Handy gelangt, als er sich Pornos herunterlud. Den Überfall auf die Mutter eines Bekannten begründete er mit einem Racheakt gegen den 28-Jährigen. Von dem will der Landschaftsgärtner als Neunjähriger vergewaltigt worden sein. Als er ihn heimsuchte, öffnete die Mutter die Tür und wurde um zwei Laptops, 550 Euro Bargeld und einen Goldring im Wert von 4000 Euro bestohlen.

Dem Angeklagten drohen sieben Jahre Haft, seinem älteren Bruder (28) maximal vier Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe. Er räumte ein, die Frau mit dem Tod bedroht zu haben. Der Dritte im Bunde hatte den Brüdern für den Überfall einen Schlagring überlassen. Außerdem wurde der 30-Jährige beim Drogenkauf erwischt. In seiner Wohnung fand die Polizei eine umgebaute Signalwaffe. Bis zu dem Überfall will er nichts von den Plänen gewusst haben. Der Prozess dauert an.  wal

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