Viele Beschwerden

Raser und Wildparker erzürnen Bürger

Raser und Autofahrer mit verrohten Parksitten machen die Bürger im Brucker Westen sauer. Auch das Areal einer großen Firma gerät ins Visier der Anwohner.

Fürstenfeldbruck Einige Straßen seien zu wahren Rennstrecken verkommen, kritisierten viele Brucker bei der Bürgerversammlung in der gut gefüllten Aula der Mittelschule West. Konkret nannten sie die Buchenauer Straße, Am Einfang, Am Sulzbogen und Am Fuchsbogen. Dort werde gerast, als gebe es kein morgen. Die Bürger bemängelten auch, dass Verkehrsschilder teilweise schlecht sichtbar seien.

Probleme mit Wildparkern gebe es dagegen in der Ettenhofer Straße, in der Nimrod- und der Heimstättenstraße. An letzterer würden laut einer Anwohnerin regelmäßig über das Wochenende Lkw eines großen Möbelhauses stehen. Die Anwohner vermuteten, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitswagen einfach vor der eigenen Haustüre abstellen. Dadurch komme der Busverkehr teilweise nicht ordentlich voran, beim Ausparken sei die Sicht der Anwohner zugeparkt.

Wildparker behindern Lieferwagen in Fürstenfeldbruck

Zusätzlich beschwerten sich die Nachbarn über die Situation im Umfeld der Firma Güntner. Sie monierten, dass die Mitarbeiter dort wild parkten, sodass beispielsweise keine Lieferwagen zu den Häusern der Anwohner vordringen könnten. „Wir sind im Gespräch mit dem Unternehmen“, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU). Die Verantwortlichen der Firma denken laut Raff bereits darüber nach, Parkdecks zu schaffen. „Das haben wir schon 2009 das erste Mal gehört“, kritisierte eine Betroffene. Die Planungen bei großen Firmen würden nun mal über lange Jahre laufen, entgegnete Raff.

Er appellierte an die Bürger, auch das eigene Parkverhalten zu überdenken und falls möglich das eigene Auto nicht auf der Straße abzustellen. Anwohner-Parkzonen, wie sie zum Beispiel die Stadt München ausweist, seien in Bruck rein rechtlich nicht möglich, erklärte Raff.

Zu wenig Stellplätze in der Tiefgarage an der S-Bahn Buchenau

Weitere Dauerparker haben einige Bürger auch beim Wohnmobil-Abstellplatz an der Heubrücke ausgemacht. Vor allem Wohnmobile mit Brucker Kennzeichen stünden dort, beschwerte sich eine Bürgerin. Sie befürchtete, dass der Stadt durch die vergrämten Parker von Auswärts bares Geld durch die Lappen geht. Hier konnte Raff beruhigen: „Es rechnet sich wirklich. Es ist nicht so, dass die Stadt draufzahlen würde.“ An den Verbrauchsdaten für Strom und Wasser könne man sehen, dass die Wohnmobilisten brav ihren Obolus für die verbrauchte Energie entrichten.

Die Tiefgarage an der S-Bahn Buchenau brachte eine Bürgerin aus der Zugspitzstraße ins Spiel. Es gebe stets zu wenig Plätze. Im ersten Untergeschoss bekomme man als Pendler keinen Platz. Auch das zweite Untergeschoss reiche nicht für die Bahnfahrer aus. Dort sei schon in der Früh nichts mehr frei. Dadurch, dass das zweite Untergeschoss jetzt ausschließlich für Park & Ride reserviert ist, könne man nun Kfz-Besitzer verscheuchen, die dort eigentlich nichts verloren haben, riet Raff. Außerdem könne man auch im ersten Untergeschoss ein Tagesticket ziehen.

Auf dem Areal des Squash-Palasts wird ein Hotel genaut

Beschwerden gab es abschließend über den Zustand des Biotops im Waldfriedhof, das laut Aussage eines Gastes „zusehends verlottert“. Außerdem hätten sich im hinteren Teil des Friedhofs die Brombeer-Ranken breitgemacht, sagte ein Bürger. Das gehe so nicht. Raff versprach, sich mit der Friedhofsverwaltung in Verbindung zu setzen, um das Problem zu besprechen.

Als Gerücht konnte er am Ende entlarven, dass dort, wo der Squash-Palast noch steht, eine Flüchtlingsunterkunft geplant ist. Nach dem Abriss entsteht dort ein Hotel.

von Fabian Dilger

Rubriklistenbild: © dpa

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