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Rasso-Schüler zeigen ihre Projektarbeiten bei einer Messe

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Eine Arbeitswoche investierte Rufus Gensel in sein Projekt: ein Luftkissenboot. Und auch finanziell war er gefordert. Die Kosten beliefen sich auf 300 Euro.
Eine Arbeitswoche investierte Rufus Gensel in sein Projekt: ein Luftkissenboot. Und auch finanziell war er gefordert. Die Kosten beliefen sich auf 300 Euro. © Weber

40 Kilometer hoch hat es Felix Wolf geschafft. Nicht er selbst, aber sein kleiner mit Helium gefüllter Ballon, den er konstruiert hat.

Fürstenfeldbruck – Eine der Ideen, die auf der MINT-Messe des Graf-Rasso-Gymnasiums (GRG) vorgestellt wurden. MINT steht für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Der Schüler der zwölften Jahrgangsstufe hat dabei viele Messdaten sammeln können: Luftdruck, Höhe, Geschwindigkeit. Was ihn fasziniert hat, ist die Ausdehnung, die der Ballon auf seiner Reise genommen hat. Das liege am Helium. „Je dünner die Atmosphäre, desto mehr weitet sich der Ballon aus.“ Erstaunt war er zudem über die Menge an Genehmigungen, die er brauchte: „Vom TÜV, für die Starterlaubnis, von der Versicherung, von der Luftfahrtbehörde“, zählt Wolf auf. Aber es habe sich gelohnt. Zugleich ist er erleichtert: „Ich hatte nur diesen einen Versuch.“

Das Prinzip einer Magnetschwebebahn führte Viviane Bergen vor.
Das Prinzip einer Magnetschwebebahn führte Viviane Bergen vor. © Peter Weber

Zumal die Seminararbeiten auch Kosten verursachen. Bei Wolf waren es knapp 1200 Euro. Immerhin 300 waren es noch bei Rufus Gensel und seinem Luftkissenboot. „Es ist schon aufwendig, wenn es eine gewisse Größe hat“, erzählt Gensel. Eine Arbeitswoche habe er investieren müssen. Aber nun kann er zum Beispiel herausfinden, wie sich die Spannung des Luftkissens auf die Leistung des Motors auswirkt.

Gegenstände zum Schweben gebracht

Vivien Bergen hat Gegenstände gar zum Schweben gebracht. Am Anfang ihrer Arbeit habe sie so recht keine Idee gehabt – „bis ich ein Youtube-Video gesehen habe.“ Und so führte sie nun Mitschülern und Besuchern der MINT-Messe vor, wie eine Magnetschwebebahn funktioniert.

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„Das alles ist im Rahmen des Wissenschaftsseminars passiert“, erklärt Gischa Winter, Fachleher für Informatik, Mathematik und Physik. Dazu gehören für die Schüler, die in diesem Jahr ihr Abitur machen auch eine Präsentation. Die findet intern statt. „Die Messe ist ein gewisses Schmankerl.“ Zur Teilnahme würde keiner gezwungen. „Nur so ein bisschen geschoben“, erklärt Winter mit einem Augenzwinkern. Denn die MINT-Messe soll auch Anreiz für die Unter- und Mittelstufe sein, sich in diesem Fachbereich zu engagieren.

Modellauto

Nachwuchs braucht auch immer das Team Racing Eagle des GRG, für den Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“. Dort sind während der zweistündigen Messe auffallend oft jüngere Schüler versammelt. Die lassen sich dann gerne für ein Modellauto begeistern, das von einer CO2-Patrone beschleunigt und angetrieben wird.

Dass das Fach Biologie bei dieser Messe nicht bedient wurde, hatte in erster Linie organisatorische Gründe. Wegen Corona und den entsprechenden Vorgaben wollte man das Schulgelände nicht zu sehr überfrachten. Trotzdem war Schulleiterin Doris Hübler „ganz einfach happy“. Die Messe war die erste öffentliche Veranstaltung am „Rasso“ seit mehr als zwei Jahren.

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