Bestandsaufnahme beim THW (v.l.): Philipp Donath (THW FFB), Stephan Mayer (Ministerium), die Abgeordnete Katrin Staffler und Rainer Bertram (BRK FFB).
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Bestandsaufnahme beim THW (v.l.): Philipp Donath (THW FFB), Stephan Mayer (Ministerium), die Abgeordnete Katrin Staffler und Rainer Bertram (BRK FFB).

Rettungskräfte sehen Verbesserungsbedarf beim Katastrophenschutz

Retter wollen mehr Zusammenarbeit

  • Lisa Fischer
    VonLisa Fischer
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Die Flutkatastrophe in Westdeutschland im Juli hat auch Probleme bei der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rettungskräfte offenbart. Vertreter von Technischem Hilfswerk (THW), Maltesern, Johannitern, Feuerwehren und dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) aus dem Landkreis fordern daher, die Kommunikation untereinander zu verbessern:

Fürstenfeldbruck – Bei einem Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler und einem Vertreter des Bundesinnenministeriums machten sie ihre Standpunkte klar.

Einige der Einsatzkräfte aus dem Landkreis, die im Publikum in der Halle des THW in Fürstenfeldbruck saßen, waren bei den jüngsten Unwetter-Ereignissen im Westen Deutschlands im Einsatz. Bei solchen bundesweiten Einsätzen, aber auch vor Ort, zeige sich, wie wichtig eine übergreifende Kommunikation für die Zusammenarbeit sei, sagte Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des BRK Fürstenfeldbruck. „Alle arbeiten unterschiedlich, das fängt schon bei der IT an.“ Verbesserungspotenzial sieht er zum Beispiel beim Punkt: „Was kann ein jeder?“

Philipp Donath, Ortsbeauftragter des THW in Bruck, forderte, das Thema „Stabsrahmenübungen“ aktiver anzugreifen, um die Zusammenarbeit zu stärken. Diese Übungen böten die Möglichkeit, aus mehreren Krisenstäben ein Team zu formen.

Beim Stichpunkt dringend benötigte Materialien sprachen sich Donath und Bertram einstimmig für Drohnen aus. „So können schwer zugängliche Gebiete, wie es sie jetzt auch im Westen gab, mit der Drohne erkundet werden“, sagte BRK-Kreischef Bertram.

Vertreter von Maltesern und Johannitern dagegen beklagten ein anderes Problem: Für die Hilfsorganisationen sei es immer schwieriger, Liegenschaften zu finden. Fahrzeuge würden zum größten Teil im Freien stehen.

„Ich sehe, es sind unterschiedliche Probleme in den einzelnen Organisationen“, sagte Stephan Mayer vom Innenministerium. Die Anliegen werde er mit nach Berlin und in die nächste Legislaturperiode nehmen.

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