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Bei der Jubiläumsfeier (v.l.): Irmgard Mittermaier, Christian Fuchs, Karin Althammer, Marianne Ederer (alle Leitungsteam) und Manfred Karger (Landesvorstand).  

In zwei Jahrzehnten doppelt so viele Mitglieder 

Rheumaliga kämpft seit 20 Jahren gegen unheilbare Krankheit

Fürstenfeldbruck – Wer Rheuma hat, bei dem zwickt und zwackt es. Dabei ist Rheuma keine Altherren-Krankheit. Ganz im Gegenteil: Auch junge Menschen können davon betroffen sein.

Ein Verein, der Betroffene unterstützt, ist die Rheumaliga. Nun hat er sein 20-jähriges Bestehen gefeiert.

Mit etwa 40 Mitgliedern startete die Rheumaliga im Jahr 1996. Heute kann sie schon 81 Mitgliedern verzeichnen, die zwischen 30 und 80 Jahre alt sind, wobei der Hauptteil über 50 ist. Doch was machen die Mitglieder der Rheumaliga eigentlich konkret?

„Wir bieten keine ärztliche Behandlung an. Dieser Verein konzentriert sich mehr auf das Praktische: Beratung, Begegnung, Bewegung“, erklärt Sprecher Christian Fuchs (80). Diese drei B´s seien die Säulen der Arbeit der Rheumaliga, sagt er.

Bei der Beratung sollen Betroffenen insbesondere einen Überblick über ihre Situation bekommen. Begegnung bedeutet, dass sich Mitglieder jeden dritten Mittwoch im Monat zu einem Stammtisch im Restaurant Venezia treffen. Dort tauschen sich die Teilnehmer aus über den eigenen Umgang mit der Krankheit. „Aber es geht natürlich nicht nur um Rheuma. Wichtig ist vor allem die Gemeinschaft“, sagt Fuchs.

Im Sinne von Bewegung bietet der Verein seinen Mitgliedern die Möglichkeit, Trocken- und Wassergymnastik zu machen. 2012 hat die Gruppe neue Geräte bekommen wie Igelbälle, Keulen, Springseile, Balancekissen und Schwingstäbe. Letztere dienen explizit dazu, die inneren Muskeln zu trainieren, die man sonst nicht mit Standardübungen erreichen würde. Hierfür werden die etwa eineinhalb Meter langen Stäbe in Schwingung versetzt. Die dadurch entstehenden Vibrationen gehen über die ausgestreckten Arme direkt in die Muskeln.

Für die Wassergymnastik hat man in Schwimmbretter, Bälle, Schwimmwesten und Balancetreter investiert. „Da Rheuma nicht heilbar ist, geht es uns primär darum, Betroffenen dabei zu helfen, ihre Schmerzen zu lindern und damit umzugehen. Da ist die Wassergymnastik natürlich prädestiniert. Hier hat man ein Gefühl von Schwerelosigkeit“, erläutert der 80-Jährige. Diese Kurse werden von speziell ausgebildeten Physiotherapeuten geleitet.

Michael Darchinger

Mehr Infos:

Gibt es unter Telefon (0151) 64 72 11 10 oder per E-Mail an rheuma-liga-fuerstenfeldbruck@t-online.de. Beratungszeiten sind dienstags von 14 bis 16 Uhr.

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